Handwerk in Luxemburg
Volle Auftragsbücher – unsichere Zukunft: eine paradoxe Situation
Der Lockdown hat uns gelehrt, dass ein gemütliches Zuhause Gold wert ist. Während des „Bleift doheem“ ist Renovierungsstau besonders aufgefallen. Das könnte zu der Fantasie führen, Handwerker hätten alle Hände voll zu tun und die Branche sei gut durch die Krise gekommen. Im Gespräch mit dem Generaldirektor der Handwerkskammer Tom Wirion (51) zeigt sich, dass das so nicht stimmt.
Das Handwerk ist in der Krise – nicht nur durch Corona Foto: Editpress/Julien Garroy
„Das Handwerk ist nach wie vor in der Krise“, widerspricht der Hauptgeschäftsführer der „Chambre des métiers“, Tom Wirion (51), Vorstellungen wie diesen. Nicht nur der Lockdown, sondern auch der anschließende „congé collectif“ haben vor allem dem Bauhandwerk schwer zugesetzt. Genauso geht es den Mitarbeitern in den Berufen, die bei Großveranstaltungen ihr Geld verdienen, beispielsweise „traiteurs“, Veranstaltungstechniker oder Eventagenturen.