Dürfen Babys und Hunde mit aufs Festival?
Veranstalter, Tierärzte und ein HNO-Arzt erklären, wo die Risiken liegen
Nach einer Kampagne der Stadt Düdelingen zu Babys und Hunden auf dem Fesitval gehen die Meinungen auseinander. Veranstalter, Tierärzte und ein HNO-Arzt reden über die Risiken – und erklären, wo differenzierter diskutiert werden muss.
Mit einer neuen Kampagne macht die Stadt Düdelingen auf mögliche Risiken von Konzerten für Babys und Kleinkinder aufmerksam. Foto: Carole Theisen
Die Warnung der Stadt Düdelingen hat eine Diskussion ausgelöst, die viele Festivalbesucher bislang kaum geführt haben. Mit einer Sensibilisierungskampagne appelliert die Gemeinde, Babys und Hunde nicht zu lauten Veranstaltungen mitzunehmen. Als Gründe nennt sie mögliche Hörschäden, Stress sowie die Belastung durch Menschenmengen, Lichtreize und hohe Temperaturen. Doch wie groß ist das Risiko tatsächlich? Und wie gehen Konzertveranstalter mit dem Thema um? (Weitere Einschätzungen aus Praxis und Eindrücke vom Usina‑Festival bietet der vertiefende Artikel auf den Kulturseiten.)
Die Antworten fallen differenzierter aus, als die aktuelle Debatte vermuten lässt Während die meisten Veranstalter eine klare Linie verfolgen und insbesondere bei Kleinkindern und Tieren Zurückhaltung empfehlen, verweist ein Düdelinger HNO-Arzt darauf, dass ihm bislang kein Fall bekannt sei, bei dem ein Hörschaden eines Kindes eindeutig auf einen Konzertbesuch zurückzuführen gewesen wäre.