Sportcampus mit 50-Meter-Becken und Rutschen

Projekt eines Freibads in Luxemburg-Stadt wird konkreter

In Kockelscheuer soll ein Schwimmbad unter freiem Himmel entstehen. Die Stadt Luxemburg ist bei der Umsetzung dieses Vorhabens nun einen Schritt weiter.

Wie in Remich könnte man künftig vielleicht auch in Luxemburg-Stadt in einem Freiluftbad ins kühle Nass springen

Wie in Remich könnte man künftig vielleicht auch in Luxemburg-Stadt in einem Freiluftbad ins kühle Nass springen Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy

Immer mal wieder ist ein Freibad in der Hauptstadt im Gemeinderat am „Knuedler“ Thema. Nun hat die Stadt Luxemburg bei dem Projekt eine wichtige Hürde genommen: Sie verfügt über alle Grundstücke, die es für den Bau der neuen Freizeitanlage in Kockelscheuer braucht. Das sagte Sportschöffin Simone Beissel (DP) gegenüber Radio 100,7.

Auf Nachfrage vom Tageblatt erklärte Simone Beissel am Montagvormittag, dass der für Immobilien zuständige Schöffe Patrick Goldschmidt (DP) mit den Besitzern mehrerer Grundstücke verhandeln musste. „Zwei Jahre haben wir gekämpft“, so Simone Beissel. Entstehen soll das öffentliche Schwimmbad in Nähe des Campingplatzes, der Minigolfanlage und des Sportzentrums in Kockelscheuer an der route de Bettembourg – laut der Sportschöffin allesamt in Gemeindehand.

„Meine Idee ist ein riesiger Sportcampus“, erklärt sie. Neben einem 50-Meter-Becken wünscht sie sich Rutschen und weitere Wasserattraktionen für Kinder. Außerdem soll es ausreichend Platz für Liegewiesen geben. Ein großer Parkplatz ist laut der Sportschöffin nötig. Sie weist darauf hin, dass das Areal aber auch gut mit Bussen, dem Fahrrad und in Zukunft auch mit der Tram zu erreichen sein wird.

Zeitplan noch unbekannt

„Die Grundstücke waren das Wichtigste“, sagt die Schöffin über den weiteren Verlauf des Vorhabens und hofft, dass dieses bald auf den Weg gebracht werden kann. Ihr zufolge werden die Pläne nun im Detail mit einem Projektmanager und der kommunalen Dienststelle für Sport ausgearbeitet. Dann werden ein Vorentwurf und später das definitive Vorhaben präsentiert. „Außerdem brauchen wir die nötigen Genehmigungen“, gibt die Schöffin zu bedenken. Einen konkreten Zeitplan nennt sie nicht.

Bereits Ende Dezember 2023 hatte Simone Beissel in ihrer Rede zum Haushaltsentwurf in Bezug auf den Bau eines Freibads gesagt: „Das ist ein inniger Wunsch des aktuellen Schöffenrats. Wir wissen, was wir wollen, und wissen, was wir brauchen. Aber leider fehlt noch ein Grundstück.“ Damit sind DP und CSV der Umsetzung des Vorhabens, das in der Schöffenratserklärung 2023-2029 kurz und knapp erwähnt wird, einen Schritt näher gekommen. (sas)

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