Esch

Traditionsbewusster Verein: „Biergaarbechtermusek“ wird im kommenden 105 Jahre alt

Aktive Musiker, die im Bergbau tätig sind, gibt es heute keine mehr in den Reihen der Escher „Biergaarbechtermusek“. Dennoch hält man an vielen Traditionen fest, seien es die Aktivitäten zu „Bärbelendag“, Schlägel und Eisen auf der Uniform oder der schwarze Helm. Der Verein, der im kommenden Jahr 105 Lenze feiern wird, ist ein starkes Stück Escher Kultur, wie der Schöffe Bruno Cavaleiro es treffend formulierte.

Die „Biergaarbechtermusek“ feiert im kommenden Jahr ihr 105. Vereinsjubiläum

Die „Biergaarbechtermusek“ feiert im kommenden Jahr ihr 105. Vereinsjubiläum Foto: Paul Huybrechts

Präsidentin Diana Ascani zeichnete in ihrer Rede ihren ganz persönlichen Weg nach, größtenteils Escher Traditionsvereine, ehe es sie dann zur Bergarbeitermusik führte. Vor acht Jahren half sie hier aus, weil es gerade an einer Klarinette fehlte. Die Dankbarkeit und die familiäre Atmosphäre führten schließlich dazu, dass sie zu einem festen Mitglied des Vereins wurde. Als dann 2019 die Hundertjahrfeier ins Haus stand, organisierte sie diese gemeinsam mit ihrer Schwester. Dabei lernte sie Christiane Wagner kennen, die bald darauf die Präsidentschaft der „Biergaarbechtermusek“ übernahm. Nachdem Christiane Wagner ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte, übernahm Diana Ascani. Besonders stolz ist sie auf den gesamten Vorstand, ohne dessen Hilfe die Arbeit nicht so reibungslos ablaufen würde.

Verstärkte Präsenz in sozialen Medien

In den vergangenen vier Jahren fand eine Art „Relooking“ der „Biergaarbechtermusek“ statt. Die Präsenz in den sozialen Medien wurde verstärkt und die Beziehung zur UGDA weiter ausgebaut, sodass der „Biergaarbechtermusek“ das Vertrauen geschenkt wurde, das „Concert national“ zu organisieren. Die Jugendarbeit wurde ins Leben gerufen, wo aktuell drei motivierte Kinder seit nunmehr vier Jahren ein Instrument erlernen und schon bald in die Kapelle integriert werden können. Es sei wichtig, dass die „Biergaarbechtermusek“ weiterhin in Esch präsent ist, gerne würde man hier öfters auftreten. Froh ist man indessen, bei der Boxgala des Escher Boxklubs, bei Transition Minett oder anlässlich des Escher Familientages gespielt zu haben. Gute Beziehungen unterhält man auch mit dem Ferroforum, wo kürzlich die mit der „Biergaarbechtermusek“ befreundete Bergkapelle Sankt Ingbert ein Konzert gab. Dass die Arbeit des Vorstandes so langsam ihre Früchte trägt, zeigt sich an der steigenden Anzahl der Mitgliederbeiträge. Eine besonders schöne Geste machte Frau Tapp, die dem Verein ein Instrument spendete. Auf Facebook versucht man indes, den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern wieder herzustellen. Diese werden auch direkt angeschrieben, denn sie sind wichtige Zeitzeugen und für den Erhalt der Vereinsgeschichte unentbehrlich. Die „Biergaarbechtermusek“ ist weiterhin eng mit der Tradition des Bergbaus verbunden, und stolz darauf, bei der multinationalen Anfrage teilnehmen zu können, Bärbelendag auf die Liste der immateriellen Kulturerben der Unesco zu setzen. Sehr wichtig ist der „Biergaarbechtermusek“ die Freundschaft zur Bergkapelle Sankt Ingbert, die am 4. Mai ihre Kollegen in Esch besuchte. Man verabschiedete sich mit dem Versprechen, sich regelmäßig zu treffen, möglicherweise bereits 2025 in Sankt Ingbert.

Die Aktivitäten für 2024 umfassen ein Austauschkonzert im Differdinger Park, das Muttertagskonzert im CIPA-Esch und die Teilnahme am Vorabend des Nationalfeiertages. Ein Konzert in Sanem, Verkaufsstände beim Schulfest und der „Journée française“ stehen bereits im Kalender. Highlight der Saison wird das gemeinsame Konzert mit der „Bieleser Musek“ im Artikuss am 19. Oktober unter dem Motto „Walking through America“. Im Dezember findet dann voraussichtlich eine Bärbelenfeier statt. Der Schöffe Bruno Cavaleiro unterstrich die Wichtigkeit, Kontakt zu den Zeitzeugen der „Biergaarbechtermusek“ zu suchen und zu pflegen. Man könne stolz sein, demnächst das 105. Vereinsjubiläum feiern zu können.

Der Vorstand

Präsidentin: Diana Ascani
Kassiererin: Luisa Errico
Mitglieder: Manuela Wiseler, Laura Ascani, Sylvie Wellong, Marco Roeser, Patrick Dentzer, Jean-Marie Schumann, Alex Malukow.
Dirigent ist Luigi Ascani

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