„Es braucht verdammt viel Geduld“

So bewältigt eine Familie in Luxemburg das Leben mit Autismus

Ein Störfaktor im Schulsystem, Ticks, Konzentrationsschwächen und andererseits ein erstaunliches Wissen zu Vor- und Frühgeschichte: Jeff (19) lebt mit Autismus, gepaart mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS). Das Leben damit ist für Betroffene und ihre Familien nicht leicht.

Daniel Kuffer mit seinem autistischen Sohn in der Natur, die ihm bei ADHS und Autismus gut tut.

Daniel Kuffer (r.) hat die Erfahrung gemacht, dass die Natur seinem Sohn, der mit Autismus in Kombination mit ADHS lebt, guttut Foto: privat

„Jeff kann aus dem Stegreif ein fundiertes Referat über die ägyptischen Pyramiden halten“, sagt sein Vater Daniel Kuffer (62). „Danach wissen Sie alles.“ Dinosaurier oder alte Steine, die er sammelt, faszinieren Jeff, und kürzlich hat er seinem Vater seine präzise und funktional konstruierte „Minecraft“-Stadt präsentiert.

Bei diesen Themen kann der heute 19-Jährige sich konzentrieren und entwickelt Durchhaltevermögen, das an anderer Stelle fehlt. Mathematik ist Jeff ein Gräuel, seine Handschrift ist nur für ihn und seine Eltern leserlich. Symptome, dass etwas anders ist, zeigten sich schon sehr früh.

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