Nach Tropensturm gezani
Luxemburg entsendet Spezialteam zur Katastrophenhilfe nach Madagaskar
Nach dem schweren Zyklon „Gezani“ unterstützt Luxemburg die internationalen Hilfseinsätze in Madagaskar. Zwei Experten des „Corps grand-ducal d’incendie et de secours“ installieren vor Ort Satellitentechnik der Plattform „emergency.lu“, um die Koordination der Rettungskräfte sicherzustellen.
Die Satellitenantenne von „emergency.lu“ Foto: Corps grand-ducal d'incendie et de secours
Nach dem verheerenden Zyklon „Gezani“ in Madagaskar hat Luxemburg auf Anfrage des Europäischen Krisenreaktionszentrums (ERCC) im Rahmen des Europäischen Zivilschutzmechanismus zwei Experten seines Humanitarian-Intervention-Teams (HIT) des CGDIS nach Madagaskar entsendet. Ziel ist es, die Arbeit der humanitären Organisationen vor Ort durch zuverlässige Kommunikation zu unterstützen. Das teilte das CGDIS in einer Pressemeldung am Mittwoch mit.
Die beiden Spezialisten reisten am 13. Februar mit der Ausrüstung für die Satellitenplattform „emergency.lu“ nach Madagaskar. Sie installieren und betreiben die Antennen, um in den Katastrophengebieten die notwendigen Kommunikationskapazitäten herzustellen und die Koordination der Rettungskräfte und Hilfsorganisationen zu sichern. Die Mission ist zunächst auf rund drei Wochen angesetzt.
Emergency.lu ist eine mobile Satellitenkommunikationsplattform. Es handelt sich um ein öffentlich-privates Projekt zwischen dem luxemburgischen Staat und lokalen Unternehmen, welches nach Naturkatastrophen die Kommunikationsinfrastruktur wiederherstellt und so lebensrettende Einsätze unterstützt. Das HIT-Team wird regelmäßig bei schweren Katastrophen außerhalb Luxemburgs eingesetzt – entweder auf Anfrage der betroffenen Länder oder im Rahmen internationaler Hilfe.
Der Einsatz erfolgt im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens. Er ermöglicht es Staaten, bei Naturkatastrophen oder Krisen internationale Hilfe anzufordern, wenn die eigenen Kapazitäten nicht ausreichen. Die Europäische Kommission übernimmt dabei mindestens 75 Prozent der Transport- und Einsatzkosten. (DJ)
Tom De Waha, Steve Mack, Philippe Hein und Tom Zeihen Foto: Corps grand-ducal d'incendie et de secours