Journalismus-Wettbewerb

Schüler setzen sich mit einem möglichen Social-Media-Verbot auseinander

Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Altersklassen haben sich im Rahmen des Journalismus-Wettbewerbs des Tageblatt in Zusammenarbeit mit der Lehrergewerkschaft SEW mit einem möglichen Social-Media-Verbot auseinandergesetzt.

Schüler setzen sich mit einem möglichen Social-Media-Verbot auseinander

Für die zweite Auflage des Journalismus-Wettbewerbs des Tageblatt in Zusammenarbeit mit der Lehrergewerkschaft SEW setzten sich Schülerinnen und Schüler erneut mit einem aktuellen Thema auseinander. Diesmal ging es um ein mögliches Social-Media-Verbot. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur gelernt, sich journalistisch mit einem Thema zu befassen, sondern auch, wie schwierig es sein kann, sich für einen Artikel auf eine gewisse Zeichenzahl begrenzen zu müssen. Aber keine Sorge, damit haben auch gestandene Journalisten noch tagtäglich zu kämpfen.

Die Jury, die sich aus Journalisten der Tageblatt-Redaktion und Vorstandsmitgliedern des SEW zusammensetzte, hatte keine leichte Aufgabe. Bei den 2e-Klassen setzte sich letztlich Jim Klos aus dem Lycée technique agricole durch, vor Lorène Colin aus dem Athénée. Beide gewinnen Eintrittstickets für ein Konzert ihrer Wahl in der Rockhal.

Die 3e-Klasse aus der Internationalen Schule in Mondorf hat Kinotickets für die gesamte Klasse gewonnen. Am schwierigsten fiel die Entscheidung auf der 5e. Am Ende gehen die FNAC-Gutscheine an Mya Branca, Leon Mehling und Yiale Yin sowie an Daria Malîi, Xavier Martins Batista, Jelana Duranton und Ariana Dias Alves.

Aber nicht nur die Beiträge der Gewinner sind lesenswert. Wer sich ein Bild darüber machen will, wie die Jugendlichen das Social-Media-Verbot sehen, kann sich hier sämtliche Artikel durchlesen.

Artikel von 2e-Klassen

Soll ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren kommen? Die Schülerinnen und Schüler der 2e-Klassen beleuchten die Frage aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie setzen sich mit den Auswirkungen sozialer Netzwerke auf psychische Gesundheit, Cybermobbing, Fake News und Suchtverhalten auseinander, diskutieren aber ebenso Themen wie Meinungsfreiheit, Datenschutz und Medienkompetenz. Neben klassischen Pro-und-Contra-Kommentaren finden sich auch fundierte Analysen, persönliche Stellungnahmen und sogar eine Reportage, die sich ausmalt, wie ein solches Verbot den Alltag junger Menschen verändern würde. Gemeinsam zeigen die Beiträge, wie vielschichtig die Debatte ist und dass es keine einfachen Antworten gibt.

Artikel einer 3e-Klasse

Der Beitrag der 3e-Klasse hebt sich durch seinen reflektierten und gesellschaftspolitischen Blick auf die Debatte hervor. Die Klasse S5 aus der Internationalen Schule aus Mondorf beschränkt sich nicht auf die Frage eines Verbots, sondern ordnet soziale Netzwerke in einen historischen Kontext ein und zeigt, dass neue Medien schon immer Ängste und Kontroversen ausgelöst haben. Die Schülerinnen und Schüler plädieren für mehr Eigenverantwortung, Medienbildung und Begleitung statt für ein pauschales Verbot. Gleichzeitig werfen sie einen kritischen Blick auf die Rolle der Plattformbetreiber, der Politik und der großen Technologiekonzerne – und laden dazu ein, die Diskussion über Social Media aus einer breiteren Perspektive zu führen.

Artikel der 5e-Klasse

Die Beiträge der 5e-Klasse aus dem Lycée Michel Lucius nähern sich dem Thema aus einer anderen Perspektive: Statt ihre eigene Meinung in den Vordergrund zu stellen, lassen die Schülerinnen und Schüler andere Jugendliche zu Wort kommen. In Interviews und selbst durchgeführten Umfragen erkunden sie, wie Gleichaltrige über Altersgrenzen, Bildschirmzeit, Suchtgefahr, Datenschutz oder die Rolle der Eltern denken. Dabei wird deutlich, dass es keine einheitliche Haltung gibt. Zwischen dem Wunsch nach mehr Schutz, dem Ruf nach Eigenverantwortung und der Angst vor sozialer Ausgrenzung entsteht ein facettenreiches Stimmungsbild der Generation, die von einem möglichen Social-Media-Verbot unmittelbar betroffen wäre.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Luxemburg-Stadt

Nun also doch: Wie die Stadt Luxemburg für mehr Grün sorgen will