Niedrige Pegelstände
Wasserentnahme aus den Flüssen verboten – mit einer Ausnahme
Die hohen Temperaturen sorgen für schlechte Bedingungen in den Flüssen und gefährden die Pflanzen. Deshalb ist die Wasserentnahme mit sofortiger Wirkung verboten. Es gibt aber eine Ausnahme.
Luxemburgs Flüssen, wie hier der Our in Echternach, fehlt es an Wasser Foto: Editpress/Alain Rischard
Die Pegelstände der meisten Wasserläufe in Luxemburg sind aktuell sehr niedrig. Deshalb ist die Wasserentnahme ab sofort bis auf Weiteres verboten, wie das Wasserwirtschaftsamt (AGE) in einer Mitteilung schreibt.
So erreichen die meisten Flüsse aktuell nicht den mittleren Niedrigwasserabfluss (MNQ). Dieser errechnet sich aus dem Durchschnitt der niedrigsten Pegelstände zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr. Und: „Die hohen Temperaturen hitzen das Wasser auf und reduzieren den Sauerstoffgehalt.“ Dadurch sind in den meisten Flüssen bereits die Schwellenwerte für das Überleben der Wasserfauna unterschritten.
Eine Ausnahme
Das Verbot betrifft sämtliche Flüsse und Seen im Großherzogtum – mit einer Ausnahme. „Aufgrund ihrer besonderen hydrologischen Bedingungen und der aktuell gemessenen Pegelstände gilt diese Einschränkung nicht für die Mosel.“ Das AGE erinnert jedoch daran, dass die Entnahme von Wasser aus Flüssen und Seen grundsätzlich eine vorherige Erlaubnis voraussetzt.
Das AGE beobachtet die Situation und wird, sobald die Pegelstände und die Wasserqualität wieder den Normalzustand erreichen, das Verbot aufheben. Informationen über die Situation in den Flüssen finden sich auf inondations.lu.