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Premiere bei den Walfer Bicherdeeg, Erfolge beim CinEast und Simone Decker im Mittelpunkt

Die Luxemburger Literaturbranche ist bereit für die 31. Walfer Bicherdeeg, das „Musée national d’archéologie, d’histoire et d’art“ für die Soloausstellung von Simone Decker zum „Lëtzebuerger Konschtpräis“ – und das CinEast für eine erste Bilanz. Ausgewählte Kulturnews im Überblick.

Ausgewählte Kulturnews auf einen Blick (Symbolbild)

Ausgewählte Kulturnews auf einen Blick (Symbolbild) Quelle: Pexels

Das läuft bei den 31. Walfer Bicherdeeg

Premiere bei den 31. Walfer Bicherdeeg (21. und 22. November): Die deutsche Bestsellerautorin Caroline Wahl liest am 20. November zum ersten Mal in Luxemburg aus ihrem Roman „1999 Meter über dem Meer“. Das Tageblatt berichtet in Kürze über das Buch. Neu auf der Buchmesse ist auch ein Zelt in Waldoptik, das neben dem Food Village zum Verweilen einlädt. Am Sonntagnachmittag (22. November) findet dort der Workshop „Books&Beats“ in Zusammenarbeit mit den Rotondes statt: ein literarisch-musikalisches Mitmachatelier für Menschen ab 16.

Allgemein steht die diesjährige Ausgabe der Walfer Bicherdeeg unter dem Motto „Ganz Ohr!“. Dafür begrüßt Luxemburgs größte Buchmesse über 170 Aussteller und bietet neben 22 Lesungen auch einen Gebrauchtbüchermarkt an. Unter „Books for Kids“ gibt es zudem Veranstaltungen für Kinder zu entdecken. Das gesamte Programm ist auf bicherdeeg.lu einsehbar.

Unter dem Motto ‚Oppen Oueren‘ laden wir dazu ein, genau hinzuhören und den vielen Zwischentönen nachzuspüren, die in Geschichten und Gesprächen mitschwingen

François Sauber

Bürgermeister der Gemeinde Walferdingen bei der Pressekonferenz zur 31. Ausgabe der Walfer Bicherdeeg

Zur Eröffnung der 31. Walfer Bicherdeeg am 19. November wird der Lëtzebuerger Buchpräis von den „Lëtzebuerger Bicherediteuren“ verliehen. Die Jury besteht 2026 aus Andrée Wietor (CNL), Alexa Mores (Ernster), Jeff Schinker (A:LL Schrëftsteller*innen), Bea Kneip (RTL) und Isabelle Mattern (Grafikerin). Auf der Shortlist stehen unter anderem „Enfanter une étoile qui danse“ von Amélie Vrla (Literatur), „Temps de trajet“ von Jessica Lopes und Charl Vinz (Sachbuch) und „D’Problemsbourse“ von Lynn Berchem (Kinderbuch, Besprechung in der Tageblatt-Printausgabe vom 2. September). Die komplette Shortlist stellte das Tageblatt online bereits am 29. Oktober vor.


Für wen das CinEast ein Erfolg war

Der Film „Dua“ gewann den Grand Prix beim Filmfestival CinEast in Luxemburg

Der Film „Dua“ gewann den Grand Prix beim Filmfestival CinEast in Luxemburg Foto: Pasha Kritchko

Die 19. Ausgabe des Luxemburger Filmfestivals CinEast, welches das Kino aus Mittel- und Osteuropa feiert, endete am 24. Oktober mit einer Preisverleihung im Kinepolis Kirchberg. Eine internationale Jury zeichnete die Produktionen „Dua“ von Blerta Basholli (Grand Prix), „Tell Me What You Feel“ von Łukasz Ronduda und „Only Beautiful Things to Look At“ von Ivan Ostrochovský (Mention spéciale) aus. Die Presse prämierte „Shame and Money“ von Visar Morina. Der Prix Jeunes Talents ging an „I Matter“ von Alina Şerban und der Prix du public an „In Hell with Ivo“ von Kristina Nikolova.

Die diesjährige Ausgabe des CinEast sei ein Erfolg gewesen, so der Festivaldirektor Radek Lipka in einer Pressemitteilung. Nach ersten Berechnungen geht er von über 11.000 Besuchern in den teilnehmenden Kinos sowie der Schulvorstellungen und der Onlinevorführungen aus.

52.000 Euro

wurden bisher im Rahmen der Spendenaktion „CinEast4Ukraine“ gesammelt

Bei der Spendenaktion „CinEast4Ukraine“ kamen außerdem rund 4.000 Euro für den Kauf einer Ambulanz für die Ukraine zusammen. Die Kampagne läuft seit 2022, in Partnerschaft mit dem Verein LUkraine. Insgesamt wurden bisher 52.000 Euro gesammelt. Spenden sind ganzjährig möglich. Mehr Informationen auf cineast.lu.


Soloausstellung zu Simone Decker

Am Dienstag verschickte das „Musée national d’archéologie, d’histoire et d’art“ (MNAHA) ein „Save the Date“ zur Soloausstellung (13. November bis 21. März 2027) der Künstlerin Simone Decker. Sie wurde 2026 mit dem „Lëtzebuerger Konschtpräis“ ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2022 alle zwei Jahre vom Luxemburger Kulturministerium vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung ehrt Kunstschaffende für ihr Gesamtwerk und für ihren kontinuierlichen Einsatz für die nationale Kunstszene.

Simone Decker, Jahrgang 1968 und seit den Neunzigern als Künstlerin aktiv, ist vor allem für ihre Werke im öffentlichen Raum bekannt. „(...) Decker travaille (...) avec des matériaux inattendus et des surfaces qui se jouent de notre confiance“, so das MNAHA in der Ankündigung der Ausstellung. „Pionnière de l’intervention dans l’espace public au Luxembourg, elle crée des environnements éphémères qui déplacent notre perception, de Untermieter à la Galerie Beaumont en 1996 jusqu’à Chewing and Folding in Venice, présentée à la Biennale de Venise en 1999.“

Skulptur aus der Reihe „Chewing in Venice“ von Simone Decker

Skulptur aus der Reihe „Chewing in Venice“ von Simone Decker Foto: Ediptess Archiv

Die Jury überzeugte besonders ihre „force conceptuelle“ sowie ihre „poésie visuelle“ und die Bereitschaft, mit dem Publikum in den Dialog zu treten. Decker setze ihr Engagement auch in Bezug auf junge Talente fort, unter anderem als Dozentin an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg als auch seit 2025 als Leiterin der Abteilung „Arts visuels“ von Kultur|lx.

Vor Decker erhielten Berthe Lutgen (2022) und der verstorbene Marc-Henri Reckinger (2024) den Lëtzebuerger Konschtpräis. (ispi)

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