Für ihr herausragendes Werk und Engagement
Simone Decker gewinnt „Lëtzebuerger Konschtpräis“ 2026
Die Luxemburger Künstlerin Simone Decker räumt den diesjährigen „Konschtpräis“ ab. Die Preisverleihung findet im November 2026 statt.
Simone Decker, Gewinnerin des „Lëtzebuerger Konschtpräis“ 2026 Foto: Olivier Halmes
Die Luxemburger Künstlerin Simone Decker erhält den diesjährigen „Lëtzebuerger Konschtpräis“. Das teilte das Kulturministerium in einer Pressemitteilung vom Donnerstag mit. Darin lobt Kulturminister Eric Thill die Preisträgerin „für ihr reichhaltiges und vielfältiges Werk sowie für ihre beeindruckende berufliche Laufbahn“. Die Preisverleihung findet im November im Nationalmuseum für Archäologie, Geschichte und Kunst statt.
Decker arbeitet seit den 1990er-Jahren in den bildenden Künsten, vor allem in Installation und Fotografie. Sie gilt als bedeutende Künstlerin der luxemburgischen und internationalen zeitgenössischen Szene. Gleichzeitig setzt sie sich für die berufliche Entwicklung anderer Kreativer ein, etwa als Dozentin an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und seit April 2025 als Leiterin der Abteilung Bildende Kunst bei Kultur|lx.
Lëtzebuerger Konschtpräis
Der alle zwei Jahre verliehene „Lëtzebuerger Konschtpräis“ ist mit 10.000 Euro dotiert und würdigt Kunstschaffende für ihr Gesamtwerk, ihre Karriere und ihr Engagement für die Luxemburger Kunstszene. Der Preis wurde 2022 im Rahmen des Kulturentwicklungsplans 2018-2028 eingerichtet, um kulturelle und künstlerische Leistungen systematisch zu fördern. Teilnahmeberechtigt sind bildende Künstler mit Luxemburger Staatsangehörigkeit, die in Luxemburg leben oder arbeiten oder eine enge kulturelle Verbindung zum Land haben.
Die Jury hebt in ihrer Würdigung Deckers konzeptionelle Kraft und visuelle Poesie hervor: „Deckers Installationen, Skulpturen und Fotografien untersuchen Architektur, städtische Umgebungen und institutionelle Kontexte und laden uns gleichzeitig dazu ein, unsere Beziehung zum realen Raum zu verändern“, heißt es in der Pressemitteilung. Simone Decker sei bekannt für „ihren unverwechselbaren Stil, ihre Vielseitigkeit und ihre Fähigkeit, zum kritischen Nachdenken anzuregen“. Die internationale Kunstkritik interpretiere ihr Werk „als sowohl tief in einem Ort verwurzelt als auch universell resonant“. Dies zeige ihr beständiges Engagement, den Wert und den Platz der Kunst im öffentlichen Raum zu hinterfragen.
Zu den bedeutenden Arbeiten der Künstlerin zählen die Installation „Untermieter“ (1996) in der Galerie Beaumont und das Fotoprojekt „Chewing and Folding in Venice“ (1999), das auf der Biennale in Venedig gezeigt wurde. (les)