Sonnensturm

Polarlichter verzücken halb Europa – Sind sie auch in Luxemburg zu sehen?

Ein Sonnensturm bringt Polarlichter nach Europa – nur in Luxemburg spielt das Wetter bisher nicht mit. Wetterexperte Philippe Ernzer klärt auf, wie die Chancen auf eine Sichtung stehen.

Nachthimmel über Deutschland in roten und grünen Farbtönen mit leuchtenden Nordlichtern und Sternenhimmel

Rote und grüne Farbtöne färben den Nachthimmel über Deutschland Foto: Max Lametz/dpa

Polarlichter haben vergangene Nacht halb Europa verzückt. Denn: Ein starker Sonnensturm hat am Montagabend die Erde getroffen. Vor allem in Deutschland und in Osteuropa konnten die bunten Lichter an vielen Orten mit bloßem Auge gesehen werden. Luxemburg hat das Schauspiel hingegen verpasst – dicke Nebelfelder haben die Sicht bedeckt. Doch es besteht noch ein bisschen Hoffnung.

„Der Sonnensturm ist noch immer im Gange“, sagt Wetterexperte Philippe Ernzer. Es sei jedoch schwer zu sagen, wie lange noch.

Zunächst hat Ernzer schlechte Nachrichten: In der Nacht auf Mittwoch sei das Wetter in Luxemburg für eine Sichtung weiterhin nicht berauschend, da weiterhin Wolken und Nebelfelder vorhanden seien. Möglicherweise gebe es aber lokale Ausnahmen.

Bessere Chancen biete hingegen die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, sagt Ernzer. Dann könne das Wetter mitspielen. Ob der Sonnensturm aber dann noch anhalte oder stark genug sei, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

Wie enstehen Polarlichter?

Polarlichter entstehen, wenn ein Sonnensturm auf die Erde trifft. Wird dann das Erdmagnetfeld leicht eingedrückt, entstehen farbliche Muster. Je nach Stärke des Sturms könne es dann vorkommen, dass die Polarlichter auch in den mittleren Breitengraden zu sehen und nicht nur auf nördliche Länder beschränkt sind. In welchem Farbton die Lichter auftauchen, hängt davon ab, welche Moleküle und Atome über der Erdatmosphäre liegen. Rötliche Polarlichter befinden sich in einer Höhe von ungefähr 240 Kilometern, grünliche in einer Höhe von etwa 260 Kilometern. Bläuliche und violette sind eher in den unteren Schichten zu finden, in einer Höhe von ungefähr 96 Kilometern. (les)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Mit dem Bus zum Wandern

Der „Käler Poteau“ ist nun besser erreichbar