Zu Besuch in der Rockhal
Ohne Plan zum Erfolg: Biffy Clyro über Meilensteine, Brüder und schottisches Lob
Die schottischen Alternative-Rocker Biffy Clyro können stolz darauf sein, was sie bisher erreicht haben. Wie mit ihrem aktuellen UK-Nummer-Eins-Album „Futique“. Ob sie das ebenso sehen, wollten wir im Gespräch mit den Zwillingsbrüdern James (Bass) und Ben Johnston (Schlagzeug) herausfinden – bevor die Band heute Abend in der Rockhal in Esch spielt.
Verstehen sich teils als „Schottlands Männer“: die Kultband Biffy Clyro, am Donnerstag ohne James Johnston (links) in Luxemburg zu sehen Quelle: Eva Pentel
Tageblatt: 30 Jahre Biffy Clyro. Herzlichen Glückwunsch. Könnt Ihr denn fassen, was Ihr bisher erreicht habt?
Ben Johnston: Es ist schwer in Worte zu fassen. Wir blicken immer in die Zukunft, um zu sehen, was als Nächstes auf dem Plan steht, um weiter voranzukommen. Wir machen nicht oft eine Bestandsaufnahme. Dieses Album ist vielleicht das erste Mal, dass wir das ein wenig zulassen, reflektieren und darüber staunen, was wir erreicht haben. Ich denke aber, es ist gefährlich, wenn man anfängt, sich selbst zu sehr auf die Schulter zu klopfen und von seinen Errungenschaften überwältigt zu sein. Deshalb spielen wir die Dinge eher herunter. Es liegt sowieso in der schottischen Natur, kein großes Ego zu haben, respektvoll zu sein und immer zu versuchen, bescheiden zu bleiben. Das versuchen wir jedenfalls.