Große Unterschiede in einzelnen Vierteln
Menschen in Esch sind jünger als Landesdurchschnitt
Die Bewohner der Stadt Esch sind etwas jünger als der nationale Durchschnitt. Es gibt jedoch Kontraste zwischen den einzelnen Vierteln. Ein Überblick.
Auch wegen des CIPA ist Dellhéicht das älteste Viertel in Esch Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy
Der durchschnittliche Escher ist 39,2 Jahre alt – und damit ein halbes Jahr jünger als der Durchschnitt der Bevölkerung des Landes. Das geht aus dem kürzlich erschienenen Bericht des „Observatoire social“ der Stadt hervor. Im gemessenen Zeitraum von 2020 bis 2024 gab es keine größeren Veränderungen bei der Altersstruktur, lautet das erste Ergebnis der Analyse. Die Altersentwicklung in Esch spricht für eine starke Zuwanderung und niedrige Geburtenrate. Die Altersgruppe der erwerbstätigen Bevölkerung (20 bis 64 Jahre alt) ist übermäßig vertreten, lautet ein weiteres Fazit der Autoren.
Die Alterspyramide in Esch erinnert an einen Tannenbaum Grafik: Ville d'Esch
Mit einem Mittelwert von 48,3 Jahren ist „Dellhéicht“ der älteste Stadtteil in Esch. Laut „Observatoire social“ ist das auf das Altersheim „Op der Léier“ sowie die Residenz „Park Laval“ zurückzuführen – dort leben viele ältere Menschen.
Im ältesten Viertel der Stadt leben viele Menschen über 60 Grafik: Ville d'Esch
Die jüngste Gegend ist „Zaepert“, mit einem Altersschnitt von 31,5 Jahren. Hier wohnen laut „Observatoire“ viele Familien mit kleinen Kindern in Neubauten. Auch das Universitätsviertel ist stark durch Menschen im Alter von 20 bis 40 geprägt. Das sei aufgrund der vielen Studenten und jungen Berufstätigen wenig überraschend, schreiben die Autoren weiter.
Junge Familien, die in Neubauten wohnen, machen Zaepert zum jüngsten Viertel Eschs Grafik: Ville d'Esch
Vor allem die Studenten sorgen für eine auffällige Altersstruktur Grafik: Ville d'Esch
Grenz und Lankelz stechen durch ihre gleichmäßige Verteilung der Altersgruppen hervor – eine Erklärung hierfür liefert der „Observatoire“ nicht. Auf Tageblatt-Nachfrage bei der „Coordination sociale“ der Stadt Esch hieß es, es handele sich um eine „reine statistische Beobachtung“.
Das Viertel „Grenz“ gehört zu den wenigen Vierteln mit einer vergleichsweise gleichmäßig verteilten Altersstruktur Grafik: Ville d'Esch
In der abschließenden Analyse heißt es im „Observatoire“, die Überalterung in Esch sei weniger stark ausgeprägt als bei der Mehrheit der restlichen Gemeinden im Land. Allerdings sei die Zahl der über 60-Jährigen gestiegen, was die lokalen Dienste vor Herausforderungen stelle.