Filmakademie nominiert Cyrus Neshvad

Luxemburg schickt Horrorfilm „Child“ ins Rennen um den Oscar und den Goya

Cyrus Neshvad ist der Mann der Stunde: Sein Spielfilmdebüt „Child“ steht im Vorentscheid für die 99. Oscars und die 41. Goya-Filmpreise. Wer die Wahl traf und weshalb.

Könnte 2027 einen Oscar in den Händen halten: 2021 nahm der Regisseur Cyrus Neshvad den „Lëtzebuerger Filmpräis“ für sein Werk „Portraitiste“ entgegen

Könnte 2027 einen Oscar in den Händen halten: 2021 nahm der Regisseur Cyrus Neshvad den „Lëtzebuerger Filmpräis“ für sein Werk „Portraitiste“ entgegen Foto: Vincent Lescaut

Der Luxemburger Regisseur Cyrus Neshvad vertritt das Großherzogtum 2027 in der Vorauswahl zu den Oscars („Best International Feature“) und zu den spanischen Filmpreisen Goya („Best European Feature“). Das gab die Filmakademie am Donnerstag bekannt. Das Auswahlkomitee entschied sich für Neshvads Spielfilmdebüt „Child“.

Die Begründung

„À travers Child, [le comité] met en lumière un cinéma luxembourgeois divers, singulier et porté par l’engagement des professionnels du secteur“, begründet die Filmakademie die Entscheidung in einer Pressemitteilung. „Inscrit dans les codes du cinéma de genre, le film illustre également la diversité des récits, des univers et des approches qui façonnent la création locale.“ „Child“ ist ein Horrorfilm, in dem die Eltern Anne und Greg ihren sterbenden Sohn um jeden Preis retten wollen. Mit fatalen Folgen.

À travers Child, [le comité] met en lumière un cinéma luxembourgeois divers, singulier et porté par l’engagement des professionnels du secteur

Filmakademie

Mit der Nominierung will das Auswahlkomitee die internationale Sichtbarkeit des Films fördern, der beim britischen Raindance Film Festival 2026 Premiere feierte. In Luxemburg lief er am 9. September an.

Nationale Erfolge

Für Cyrus Neshvad markieren die Nominierungen einen weiteren, nationalen Erfolg. Seine Kurzfilme wurden bereits zweifach mit dem „Lëtzebuerger Filmpräis“ ausgzeichnet: 2018 fiel die Wahl auf „Fils“, 2021 auf „Portraitiste“. 2023 folgte die erste Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester Kurzspielfilm“. Damals für den Film „La Valise rouge“.

Ob „Child“ die internationalen Jurys ebenfalls überzeugt, zeigt sich bald. Die Goya-Nominierten stehen voraussichtlich im Dezember 2026 fest; die Oscar-Anwärter*innen im Januar 2027. Wer Neshvad davor noch treffen will: Am 16. September lädt das „Kulturhuef Kino“ in Grevenmacher nach der Vorführung um 19 Uhr zum Austausch mit dem Regisseur ein.

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