Hart umkämpfter Markt
Wie Weintourismus neuen Schwung in die Moselregion bringen soll
Die Weinszene an der Mosel bündelt ihre Kräfte und schaut in die Zukunft. „Oenotourismus“ bietet der Branche einen Geschäftszweig, um sich breiter aufzustellen. Der Staat fördert das, wie die Präsentation des Aktionsplans zu diesem Thema am 12. Februar im Grevenmacher Kulturzentrum „Machera“ zeigte.
Oenotourismus ist das Rezept, um die Moselregion aufzuwerten: Touristen sollen Wasser und Natur und den Wein genießen Foto: Editpress/Julien Garroy
Ein dickes Buch zur Strategie sollte es nicht werden. Herausgekommen ist ein handlicher Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen und Verantwortlichkeiten, wie Tourismusminister Lex Delles anlässlich der Präsentation betonte. Und es ging schnell. Vor fast genau zwölf Monaten war der „Oenotourismus“ auf dem Weinbautag noch ein Thema, bei dem viele aufhorchten.
Schon ein Jahr später liegt die Marschroute mit Ideen vor. Der Thementourismus ist ein Mehrwert für die Region, die seit Jahren einem strukturellen Wandel unterliegt. Zwischen 2005 und 2025 hat sich die Zahl der Winzer an der Mosel halbiert. Brach liegende Flächen, hohe Produktionskosten, stagnierender Absatz sowie mangelnde Sichtbarkeit des Weingebietes unter Touristen wie den Expats des Landes tun ihr Übriges.