Demenz
Wenn Kunst hilft, auch ohne Worte zu kommunizieren
Christine Dahm-Mathonet, Direktionsbeauftragte des „Info-Zenter Demenz“, spricht im Interview über neue Prävalenzzahlen für Luxemburg und lange Wartezeiten. Sie erklärt, warum eine frühe Diagnose entscheidend ist, wie stark Angehörige belastet sind – und weshalb kreative Angebote wie die Farbenfroh-Ateliers Menschen mit Demenz neue Lebensqualität schenken können.
Christine Dahm-Mathonet, Direktionsbeauftragte des „Info-Zenter Demenz“, steht Betroffenen mit Informationen und Rat zur Seite Foto: Editpress/Alain Rischard
Tageblatt: Wie viele Menschen sind in Luxemburg von Demenz betroffen?
Es gibt keine exakten Zahlen zur Demenz in Luxemburg, das ist schwierig. Nicht jeder Mensch mit Demenz hat auch eine offizielle Diagnose. Die Erkrankung ist außerdem nicht meldepflichtig, daher gibt es kein zentrales Register. Aber es gibt neue Prävalenzzahlen auf Basis von Schätzungen von Alzheimer Europe, die vor etwa einer Woche publiziert wurden. Demnach leben mehr als 9.200 Menschen mit Demenz in Luxemburg. Bis 2050 wird sich diese Zahl voraussichtlich mehr als verdoppeln. Wir rechnen dann mit über 20.200 Betroffenen. Und das sind konservativ geschätzte Zahlen.