Medizin vor Ort
15 Millionen gegen Ärztemangel im Norden: Hosingen baut ein „Centre médical“
Der Norden droht, unattraktiv für Ärzte zu werden. Diese Befürchtung hat inzwischen viele Nordgemeinden dazu bewegt, die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung selbst in die Hand zu nehmen. In Parc Hosingen soll das „Centre“ im Dezember 2027 den Betrieb aufnehmen.
Neben den Allgemeinärzten sollen sich Fachärzte ansiedeln und es laufen Gespräche über die Möglichkeit, ambulante Eingriffe im zukünftigen „Centre médical“ durchführen zu können Symbolfoto: freepik
Die Baustelle direkt gegenüber dem Rathaus, in der Industriezone „op Héi“, ist nicht zu übersehen. Das dreistöckige Gebäude auf dem Gelände, das der Gemeinde gehört, wächst in die Höhe. Klopfen, Hämmern und laute Maschinengeräusche sind zu hören. Es wird mit Volldampf daran gearbeitet, die rund 2.200 Quadratmeter große Fläche im Zeitplan fertigzustellen.
Obwohl die medizinische Grundversorgung nicht zu ihren Kernaufgaben gehört, nimmt die Gemeinde die Ausgaben in Höhe von 15 Millionen für das Gebäude in Kauf. „Es ist für uns als Gemeinde wichtig, zentral und vor Ort eine medizinische Grundversorgung vorzuhalten, sonst verlieren wir bald die Allgemeinmediziner hier im Norden des Landes“, sagt Hosingens Bürgermeister Romain Wester.