Ausstellung in Luxemburg-Stadt
Haustier, Steak, Individuum – was das Publikum in „animalEch“ über sich und Tiere erfährt
Bevor wir sie fressen, streicheln wir sie: Die Ausstellung „animalEch“ im Nationalmuseum für Naturgeschichte (MNHNL) umreißt das komplexe Verhältnis zwischen Menschen und Tieren. Vielseitig, interaktiv, brutal. Rundgang mit dem Kurator Patrick Michaely.
Auf Augenhöhe: Die Ausstellung „animalEch“ konfrontiert das Publikum unmittelbar mit seinem Verhältnis zu Tieren – und ihrem Konsum Foto: Isabel Spigarelli
Am Anfang war das Kaninchen im Spiegelkabinett. Es begrüßt das Publikum auf einem Podest, hinter ihm eine hypnotisierende Drehscheibe. „Wir folgen dem Kaninchen wie bei ‚Alice in Wonderland‘“, sagt Patrick Michaely, Museumsdirektor des MNHNL und Kurator der Schau, beim Rundgang mit dem Tageblatt. „Was ist charakteristisch für unseren Bezug zu Tieren? Dieser Frage gehen wir nach. Im Mittelpunkt steht unser persönliches Verhältnis zu Tieren, mit all seinen Widersprüchen – es ist keine Geschichtsausstellung.“