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Eva Marija gewinnt LSC: „Et ass vraiment crazy“
Luxemburgs Kandidatin für den ESC in Wien steht fest.
Eva Marija (r.) mit der Vorjahresgewinnerin Laura Thorn bei der Preisüberreichung Foto: Editpress/Alain Rischard
Die 20-jährige Sängerin Eva Marija hat den Luxembourg Song Contest 2026 gewonnen und wird Luxemburg damit beim Eurovision Song Contest im Mai in Wien vertreten. In der Rockhal setzte sie sich mit dem Song „Mother Nature“ nach einer emotionalen Performance durch.
Acht Kandidatinnen und Kandidaten traten am Samstagabend mit sehr unterschiedlichen Liedern an. Nach der ersten Abstimmungsrunde – mit Wertung durch Jury, Publikum in der Halle und Zuschauer zu Hause – blieben drei Acts übrig: Irem, Eva Marija und Steve Castile zogen in die „Super Final“ ein. In der entscheidenden letzten Votingrunde holte Eva Marija schließlich 222 Punkte und landete damit klar vor Steve Castile (136) und Irem (122).
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„Et ass vraiment crazy“, sagte Eva Marija direkt nach der Bekanntgabe des Resultats. In ihrem ersten Interview nach der Show betonte sie, wie stolz sie sei, Luxemburg vertreten zu dürfen. Den Pokal überreichte Laura Thorn, die Gewinnerin des Luxembourg Song Contest 2025.
Für Eva Marija wird der Auftritt beim ESC auch aus einem persönlichen Grund besonders: In Wien wird sie die Bühne unter anderem mit Alexander Rybak teilen, dem ESC-Sieger von 2009, der sie nach eigenen Angaben seit Kindheitstagen inspiriert.
Vor der Rockhal versammelten sich Demonstranten Foto: BDS Luxembourg
Begleitet wurde die Veranstaltung von einem Protest vor der Rockhal gegen die Teilnahme Luxemburgs am ESC. Nach Angaben des Kollektivs BDS Luxembourg beteiligten sich rund 30 Demonstranten und verteilten Flyer an Besucher. Die Abkürzung BDS steht für „Boycott, Divest, Sanction“, die Bewegung fordert einen vollständigen Ausschluss Israels aus dem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Welt. Zahlreiche Historiker, Sozialwissenschaftler und Antisemitismusforscher ordnen die Ziele der Kampagne als antizionistisch (gegen einen jüdischen Staat gerichtet) bzw. auch als antisemitisch ein.
Hintergrund des Protests ist in diesem Fall der Aufruf zum Boykott des Eurovision Song Contest, solange Israel nicht von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ausgeschlossen wird. Mehrere Länder – darunter Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island – haben ihren Rückzug vom ESC 2026 angekündigt, nachdem die EBU an Israels Teilnahme festhält. Auch frühere ESC-Teilnehmer meldeten sich zu Wort: Der Schweizer Sieger von 2024, Nemo, kündigte an, seine Trophäe aus Protest an die EBU zurückzugeben. (hat)