„Teenage Dream“ in Diekirch

So geht Party ohne Alkohol und ohne Eltern

In der „Aler Seeërei“ in Diekirch können Jugendliche am 22. Mai Discoluft schnuppern und an spannenden Workshops teilnehmen. Wie die Organisatoren der „Nordstadjugend asbl“ einen sicheren Rahmen schaffen und gleichzeitig Aufklärungsarbeit leisten.

Erzieherin Claudia Silva Evora und Sozialpädagoge Claude Nussbaum organisieren altersgerechte Party "Teenage Dreams" in Diekirch

Erzieherin Claudia Silva Evora und Sozialpädagoge Claude Nussbaum der Nordstadjugend asbl organisieren die altersgerechte Party „Teenage Dream“ in Diekirch Foto: Editpress/Lisa Goedert

0% Alkohol, dafür 100% Spaß, Information und Partystimmung – das ist das Motto der jugendgerechten Party „Teenage Dream“, die diesen Freitag in der „Aler Seeërei“ in Diekirch steigt. Für das Organisatoren-Team der Nordstadjugend asbl steht dabei nicht nur das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt: „Wir wollen Jugendlichen von 11 bis 15 Jahren einen sicheren Ort bieten, an dem sie eine gute Zeit mit ihren Freunden haben und gleichzeitig ein Maximum an Informationen mitnehmen“, sagt Sozialpädagoge Claude Nussbaum.

„Teenage Dream“ in Diekirch: Workshops, Information und Party

Die Veranstaltung wird deshalb von einer „Info-Foire“ mit Workshops, Spielen und Beratungsangeboten begleitet. Partnerorganisationen, mit denen die Nordstadjugend asbl auch im Alltag eng zusammenarbeitet, präsentieren an verschiedenen Ständen ihre Leistungen, wobei die Teenager ihr Wissen und ihre Talente bei Mitmachaktionen unter Beweis stellen können. Vor Ort sind unter anderem die Initiative „Bee Secure“, die für den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und künstlicher Intelligenz sensibilisiert. Weitere Stationen widmen sich Themen wie Sucht- und Gewaltprävention sowie Möglichkeiten der Selbstverwirklichung mittels Kunst, Musik, Medien- und Wissenschaftsprojekten.

Tanzbegeisterte können außerdem in einem Afrodance-Workshop eine Choreografie einstudieren, die während der Party vor Publikum performt wird. Wer nicht gerne im Rampenlicht steht, kann sich auch hinter der Bar betätigen: „Es gibt einen Mocktail-Workshop, in dem man lernt, wie leckere, alkoholfreie Cocktails gemixt werden“, erklärt Jugendhaus-Erzieherin Claudia Silva Evora.

Eltern und ältere Jugendliche müssen draußen bleiben

Insgesamt sind bei der Veranstaltung rund 30 Jugend- und Sicherheitsmitarbeiter vor Ort, die auf einen altersgerechten Ablauf achten: „Die Jugendlichen sollen Anschluss und Inspiration für ihre Freizeitgestaltung finden und sich ohne Eltern im Rücken über Themen informieren können, die sie bewegen“, so Claude Nussbaum. Deshalb gilt: Eltern müssen draußen bleiben! „Erfahrungsgemäß vertreiben diese sich die Zeit mit einem Restaurant- oder Kinobesuch nebenan, ihre Kids holen sie dann zum Ende unseres Events um 23 Uhr am Eingang wieder ab.“

Jugendparty "Teenage Dreams" am 22. Mai in der Aler Seeërei nahe Diekircher Bahnhof mit jungen Leuten feiern

Die Jugendparty „Teenage Dream“ findet am 22. Mai in der „Aler Seeërei“ am Diekircher Bahnhof statt Foto: Editpress/Lisa Goedert

Kostenloser Eintritt vor 19.30 Uhr

Von 18 bis 19.30 Uhr ist der Eintritt zur „Info-Foire“ gratis, danach kostet er 5 Euro, der DJ legt um 20 Uhr los. Auch die Preise der Getränke (Cola für 2 Euro, Mocktails für 3 Euro) und Essensangebote wurden dem Taschengeld angepasst. Um einen sicheren Rahmen zu gewährleisten, finden strenge Kontrollen an der Tür statt: Die jungen Besucherinnen und Besucher müssen einen Ausweis mit Foto vorlegen (Schülerkarte geht auch), wer allerdings nur einen Tag jünger ist als 11 oder älter als 15, bekommt keinen Zugang. Da striktes Rauch- und Rauschmittelverbot herrscht, werden Taschen und Jacken entsprechend kontrolliert, auch auf Waffen.

Wer das Veranstaltungsgelände verlässt, bekommt sein Eintrittsbändchen am Ausgang abgenommen und müsste sich für erneuten Zutritt abermals kontrollieren und zur Kasse bitten lassen. Diese strenge Maßnahme hat ihren Grund: „So wollen wir sicherstellen, dass kein Alkohol draußen versteckt und heimlich auf dem Parkplatz konsummiert wird“, betont der stellvertretende Nujo-Koordinator Nussbaum, der die nun bereits 12. Ausgabe der Teenager-Party mitorganisiert. Letzten Endes könne man aber nicht garantieren, dass niemand das Gelände verlasse und sich woanders herumtreibe – die Party sei kein „Kinderhort“.

Jugendliche bestimmen Playlist

Ihren Ursprung hat die Veranstaltung bei den Jugendlichen selbst, wie der Sozialpädagoge erzählt: „Als ich noch im Jugendhaus arbeitete, berichteten Zwölf- bis Dreizehnjährige, dass sie am Wochenende ‚erausware‘, was definitiv zu früh ist, um in Diskotheken und Bars abzuhängen. Ein Jugendlicher äußerte daraufhin den Wunsch nach einer Party, deren Publikum auf Gleichaltrige beschränkt ist – so kamen wir auf diese Idee.“

Zum Konzept gehöre auch, dass der DJ die Musik der „Generation TikTok“ spiele, und nicht die Tracks, die in den Clubs der Hauptstadt laufen oder manch einer noch von der „Super G“-Jugendparty in der Luxexpo kennt: „Wir hatten extra eine Telefonnummer für das Einreichen von Songwünschen eingerichtet, damit die Jugendlichen am Freitagabend auch wirklich Spaß auf der Tanzfläche haben.“

Weitere Infos: noju.lu

Das ist die NOJU

Kontaktinformationen und weitere Details auf noju.lu, Webseite für einfache Kundenkommunikation und Supportangebote

Kontaktmöglichkeiten und weitere Infos gibt es auf noju.lu Foto: Editpress/Lisa Goedert

Die „Nordstadjugend – Noju asbl“ ist eine Jugendorganisation, welche Jugendarbeit in insgesamt 15 Gemeinden leistet und Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Alter von 11 bis 26 Jahren begleitet. Neben dem Betrieb von Jugendhäusern als regionalen Begegnungsorten umfasst das Angebot strukturierte Freizeitaktivitäten, Workshops sowie Beratung in verschiedenen Lebenslagen. Ein zentraler Bestandteil ist zudem das Projekt „Jugendwunnen“, das jungen Erwachsenen in Wohnungsnot bezahlbaren Wohnraum und sozialpädagogische Unterstützung beim Übergang in die Selbstständigkeit bietet.

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