Differdingen

„Die verrückteste Strecke der Großregion“: Was die Läufer beim Steel Run erwartet

Treppen, Cafés, eine Schaumparty und etliche Überraschungen: Am Sonntag geht der Steel Run mit mehr als 1.700 Teilnehmern in seine neunte Ausgabe. Parallel dazu findet der iRun statt. Organisator Giorgio Ricardelli erklärt, was die Veranstaltung so besonders macht.

„Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“: Giorgio Ricardelli und sein Team organisieren die Veranstaltung fast das ganze Jahr über

„Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“: Giorgio Ricardelli und sein Team organisieren die Veranstaltung fast das ganze Jahr über Foto: Laura Krambs

Am Sonntag sieht Differdingen nicht aus wie gewohnt: Die Stadt verwandelt sich wieder in eine ungewöhnliche Laufstrecke. „Es ist keine normale Laufveranstaltung, bei der es nur um die Zeit geht“, sagt Giorgio Ricardelli, Verantwortlicher der Sportdienststelle der Gemeinde. Der Steel Run sei ganz anders: „Es ist hier in der Großregion die einzige Strecke, bei der wir durch Betriebe, Cafés und besondere Orte laufen.“

Auch der iRun ist etwas Besonderes. „Es ist mir nicht bekannt, dass es hier in der Gegend eine andere Veranstaltung für Leute gibt, die mit einem Handicap laufen“, sagt Ricardelli. Ziel sei es, möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.

Der Steel Run geht in seine neunte Ausgabe, der iRun in seine fünfte. Die Nachfrage ist groß: 104 Läufer und 24 Begleitpersonen sind für den iRun angemeldet. Beim Steel Run waren es am Freitagmorgen bereits 1.717 Teilnehmer. „Die Zahl der Läufer steigt jedes Jahr“, sagt Ricardelli.

„Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“

„Der Besucher bekommt von dem, was hinter den Kulissen läuft, nichts mit“, sagt Ricardelli. Mit der Planung wird praktisch direkt nach der vorherigen Ausgabe begonnen – zusätzlich zum normalen Arbeitsalltag der Sportdienststelle. Zum Kernteam gehören drei bis vier Personen. Hinzu kommen rund 50 Mitarbeiter, die für die Aufbauarbeiten zuständig sind.

Am Veranstaltungstag selbst wächst die Zahl noch deutlich: „Wir werden am Sonntag 120 bis 130 freiwillige Helfer auf der Strecke haben“, erklärt Ricardelli. Auch Sponsoren helfen und verteilen Obst und Getränke.

Am Freitag wurde die bekannte Schnecke aufgebaut. Bis Sonntagmorgen wird die Strecke markiert, werden Barrieren aufgestellt und die Verpflegungsstellen vorbereitet.

Eine Stadt als Parcours

Mit einer Strecke von rund elf Kilometern ist der Lauf nicht zu unterschätzen. Auf die Frage, was die Läufer erwartet, antwortet Ricardelli: „Treppen, Treppen, Treppen“ – und viel Bergauf und Bergab.

In die Route werden zahlreiche Orte der Stadt und ihre Industriegeschichte eingebunden. Die Strecke führt durch „Orte, die früher industriell genutzt wurden“, erklärt Ricardelli. Dazu gehören der „1535° Creative Hub“ und die Villa Hadir.

Auch durch lokale Betriebe führt die Strecke. Durch das Servior-Altersheim, den Cactus-Markt, die Bäckerei Berto und das Schuhgeschäft Calderoni. „Wir versuchen, jedes Jahr neue und witzige Sachen einzubauen“, sagt er. In diesem Jahr gibt es unter anderem eine Schaumparty bei der „Schräinerei“.

Der Aufbau beginnt vor dem Wochenende – am Sonntag soll alles bereit sein

Der Aufbau beginnt vor dem Wochenende – am Sonntag soll alles bereit sein Foto: Laura Krambs

Rahmenprogramm

Ein klassisches Rahmenprogramm gibt es laut Ricardelli nicht, dafür aber viel Unterhaltung entlang der Strecke. Vier DJs, zwei Musikgruppen und besondere Zwischenstationen sollen für Stimmung sorgen. „Wenn Zuschauer sehen, wie die Läufer durch verschiedene Restaurants und Cafés laufen, ist das schon etwas Besonderes“, betont er.

Die Resonanz sei seit Jahren positiv: „Die Läufer kommen gerne zurück.“ Die Teilnehmer gehören allen Altersgruppen an, zudem gehen viele Läufer aus dem Ausland an den Start.

Für Ricardelli ist das Ziel der diesjährigen Ausgabe klar: „Dass die Leute mit einem Lächeln ankommen und mit einem Lächeln heimgehen.“ Warum sollte man den Steel Run nicht verpassen? Seine Antwort: „Das ist die verrückteste Strecke der Großregion.“

Ein Klassiker des Steel Run: Die Schnecke wird für den Lauf am Sonntag aufgebaut

Ein Klassiker des Steel Run: Die Schnecke wird für den Lauf am Sonntag aufgebaut Foto: Laura Krambs

Praktisches

Der Startschuss für den iRun fällt um 14 Uhr, der Steel Run beginnt um 15 Uhr. Die Startnummern werden am Sonntag ab 10 Uhr ausgegeben. Nachmeldungen sind möglich: Wer noch nicht angemeldet ist, kann sich am Samstag zwischen 13 und 17 Uhr sowie am Sonntag zwischen 10 und 14 Uhr in der „Hall O“ einschreiben. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Mehr Infos: steelrun.lu.

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