Naturmusée

Unbekannter stiehlt ausgestopften Baby-Igel und hinterlässt Lücke in Ausstellung

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit reichte aus: Ein Besucher hat im Naturmusée einen ausgestopften Baby-Igel entwendet. Die Igelfamilie besteht deswegen nur noch aus zwei Tieren.

Es waren einmal drei: Hier ist die Igelfamilie noch beieinander

Es waren einmal drei: Hier ist die Igelfamilie noch beieinander Foto: MNHN

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit des Aufsichtspersonals hat ausgereicht: Ein Besucher griff hinter eine Ausstellungswand des Naturmusée und stahl einen ausgestopften Baby-Igel. Das bestätigte Museumsdirektor Patrick Michaely dem Tageblatt. Der Vorfall hinterlässt eine dauerhafte Lücke – denn das gestohlene Tierpräparat konnte bislang nicht ersetzt werden. Die Igelfamilie besteht aktuell nur noch aus zwei Mitgliedern.

Die Familie wurde auseinandergerissen: Ein Igelbaby wurde entwendet

Die Familie wurde auseinandergerissen: Ein Igelbaby wurde entwendet Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Das ist kein Einzelfall: Im Jahr 2023 verschwand ein Orchideen-Modell aus dem Museum. Das Objekt war zu Vorführungszwecken hinter einer Wand aufbewahrt worden, versteckt und schwer erreichbar. Der materielle Wert belief sich auf mehrere 1.000 Euro. Videoaufnahmen zeigten später, wie sich eine Person während der kurzen Abwesenheit der Aufsicht Zugang verschaffte.

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Die Leitung des Naturmusée reagierte auf die Vorfälle und verstärkte die Sicherheitsmaßnahmen, darunter die Kamerasysteme. Bei Ausstellungen mit besonders wertvollen Exponaten zieht die Institution neben dem internen Personal inzwischen auch externe Sicherheitsfirmen heran. Extrem sensible Stücke schaffen es allerdings gar nicht mehr in die Vitrinen.

Entwendungen direkt aus den Sammlungen bleiben in Luxemburg selten. Das belegen die aktuellen Zahlen des Kulturministeriums: Im „Journal des incidents“ wurden für das Jahr 2025 insgesamt 16 versuchte oder durchgeführte Diebstähle in neun staatlichen Kulturinstitutionen registriert.

Museumsdirektor Patrick Michaely weist auf die entstandene Lücke hin

Museumsdirektor Patrick Michaely weist auf die entstandene Lücke hin Foto: Editpress/Didier Sylvestre

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