Luxemburger Feuerwehr im Einsatz im Hohen Venn
„Da muss man helfen“: Weitere Unterstützung für die Löscharbeiten gesucht
Elf Luxemburger Feuerwehrleute sind seit Samstag im Hohen Venn im Einsatz, um den großflächigen Vegetationsbrand einzudämmen. Während die Löscharbeiten am Sonntag weitergehen, wird in Luxemburg über soziale Medien zu zusätzlicher Unterstützung aufgerufen.
Freiwillige der Luxemburger Feuerwehr sind seit Samstagnachmittag im Einsatz im belgischen Hohen Venn Foto: CGDIS/Facebook
Seit Samstagnachmittag unterstützen elf freiwillige Feuerwehrleute des Großherzoglichen Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) die belgischen und internationalen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung des großflächigen Vegetationsbrands im Hohen Venn. Das Feuer hat sich inzwischen auf fast 3.000 Hektar ausgedehnt. Das CGDIS informierte am Sonntag über Facebook über den weiteren Einsatz der Luxemburger Feuerwehrleute.
Die Luxemburger Einsatzkräfte sind seit ihrer Ankunft direkt an den Löscharbeiten beteiligt. In der Nacht bekämpften sie weiterhin aktive Brandherde, bevor sie am Sonntagmorgen eine Pause einlegen konnten. Im Laufe des Tages soll eine Ablösung organisiert werden, damit die Luxemburger Mannschaft ihren Einsatz gemeinsam mit den belgischen Kollegen fortsetzen kann.
Der Einsatz ist derzeit bis Montagnachmittag vorgesehen. Ob die Feuerwehrleute darüber hinaus im Hohen Venn bleiben, hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab.
Aufruf zur Unterstützung
Parallel dazu wird in Luxemburg über soziale Medien um Unterstützung durch Landwirte gebeten. In einem am Sonntag veröffentlichten Aufruf von Martin Heynen, einem Unternehmer im Gartenbau, werden Besitzer von Traktoren mit Wassertanks sowie Lastwagen gebeten, sich am Montagmorgen um 8 Uhr auf dem Parkplatz „A Kack“ in Echternach zu versammeln und anschließend gemeinsam nach Belgien zu fahren.
Die Helfer sollen sich auf einen Einsatz von zwei bis drei Nächten einstellen und entsprechende Kleidung mitbringen. Auch weitere Unterstützung, etwa bei der Versorgung mit Essen und Getränken, wird gesucht.
„Es blutet einem das Herz, wenn man die Nachrichten sieht. Da muss man helfen“, sagt Heynen gegenüber dem Tageblatt am Sonntagnachmittag. Seine Familie und er hätten auch beim Tornado in Petingen und beim Hochwasser in Echternach geholfen. „Wasser, Sturm, Feuer, alles haben wir schon mitgemacht.“
Sie selbst würden wohl mit drei Fahrzeugen und einem großen Wassertank hochfahren. Weitere Bauern aus der Umgebung hätten ihre Hilfe auch bereits zugesagt – und die lokale Metzgerei wolle den Helfern Essen mit auf den Weg geben. „Wir werden morgen früh sehen, wer alles dort ist. Ich hoffe darauf, dass es möglichst viele sind.“ (DJ/joé)
Lesen Sie auch