Waldbrand in Belgien
Luxemburg schickt Feuerwehrleute ins Hohe Venn – Rauch verhüllt die Region Trier
Ein großflächiger Vegetationsbrand im belgischen Hohen Venn hält die Einsatzkräfte weiter in Atem. Auch Luxemburg schickt Unterstützung. In der Eifel und in Trier ziehen dichte Rauchschwaden übers Land.
Dichte Rauchschwaden ziehen am Samstagnachmittag über Trier Foto: Editpress/Tobias Senzig
Luxemburg unterstützt die belgischen Einsatzkräfte bei einem großflächigen Vegetationsbrand im Hohen Venn. Auf Anfrage der belgischen Behörden entsandte das Großherzogliche Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) am Samstag drei geländegängige Löschfahrzeuge und elf Feuerwehrleute in das belgische Naturschutzgebiet.
Rauchwolken steigen während eines Waldbrands im Naturschutzgebiet „Hautes Fagnes“ (Hohe Fennen) in Jalhay in den Himmel auf Foto: AFP
Die Einsatzkräfte stammen aus den Feuerwehr- und Rettungszentren (CIS) Frisingen, Kehlen und Fels. Sie sollen die örtlichen Feuerwehrleute bei der Bekämpfung des seit Freitagnachmittag aktiven Vegetationsbrandes unterstützen.
Der Einsatz erfolgte nach einem Austausch zwischen Innenminister Léon Gloden (CSV) und seinem belgischen Amtskollegen.
1600 Hektar Vegetation in Belgien zerstört
Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze breitet sich rasch aus. Die Flammen zerstörten bis zum frühen Samstagnachmittag mindestens 1600 Hektar Vegetation, wie die belgischen Behörden der Nachrichtenagentur AFP mitteilten. Der Brand war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen.
Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib erklärte im Onlinedienst X, außerdem seien zwei Hubschrauber aus den Niederlanden, ein weiterer aus Tschechien sowie zwei Löschflugzeuge aus Schweden auf dem Weg nach Belgien. Die Behörden riefen bislang nicht zu Evakuierungen auf.
Rauchschwaden über Trier
Der Rauch hat am Samstagnachmittag auch Teile der Eifel und die Stadt Trier eingehüllt. In Wittlich musste die traditionelle „Säubrennerkirmes“ unterbrochen werden, wie der Trierische Volksfreund berichtet. Der Katastrophenschutz warnte im nordwestlichen Rheinland-Pfalz vor Rauch, Brandgeruch und Ascheregen. Bewohner sollten Türen und Fenster geschlossen halten. Menschen in den Regionen rund um Wittlich und der Mittelmosel wurden stellenweise angehalten, Klimaanlagen abzuschalten.