Spektakulärer Drogenfund im Ösling

Anderthalb Jahre später: mutmaßlicher Hintermann in Kolumbien verhaftet

Kolumbien liefert eine Schlüsselfigur des Drogenhandels nach Luxemburg aus. „Hermes“ soll hinter dem Rekord-Kokainfund von Bilsdorf stecken.

Gut geschützt in einem Baumaschinen-Zylinder: ein nicht alltägliches Drogenversteck

Gut geschützt in einem Baumaschinen-Zylinder: ein nicht alltägliches Drogenversteck Foto: Police Grand-Ducale

Er soll eine der Schlüsselfiguren des Drogenhandels von Kolumbien nach Europa sein: „Hermes“. Der unter diesem Decknamen bekannte Mann wurde am Montag unweit von Medellín beim Gassigehen festgenommen, wie der Bürgermeister Fico Gutiérrez auf X mitteilte. Auf Antrag von Luxemburg. Denn er soll hinter dem spektakulären Drogenfund Anfang 2025 in Bilsdorf stehen, wie das Wort berichtete. Es ist laut dem Bürgermeister die erste Auslieferung Kolumbiens nach Luxemburg.

Zwei Tonnen Kokain pro Monat

„Hermes“ soll in den Schmuggel von etwa zwei Tonnen Kokain pro Monat nach Europa verwickelt gewesen sein, schreibt der Bürgermeister. Das Ziel: Antwerpen in Belgien. Er soll zudem Verbindungen zum sogenannten Balkan-Kartell haben.

Größter Drogenfund in Luxemburg

Die Luxemburger Polizei hatte im Februar 2025 den bislang größten Drogenfund des Landes gemacht: Mehrere hundert Kilo Kokain waren im Ösling in einer Straßenbaumaschine versteckt.

Die Drogenfahnder hatten den Tipp erhalten, dass in den „Zylindern“ einer im Straßenbau verwendeten Zerkleinerungsmaschine („concasseur“) eine große Menge Drogen durch Luxemburg geschmuggelt werden sollte. Die aus Kolumbien stammende Maschine wurden in Bilsdorf ausfindig gemacht und beschlagnahmt. An dem Einsatz waren mehr als 100 Polizisten beteiligt gewesen.

Kurze Zeit später wurden in Bilsdorf ein 38-jähriger Serbe und ein 43-jähriger Albaner festgenommen, die beide im Großherzogtum gemeldet sind. (dr)

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