Frontex

Weniger illegale Migranten auf dem Weg in die EU

Die Corona-Krise scheint sich ebenfalls auf illegale Migrationsbewegungen auszuwirken, wie aus jüngst veröffentlichten Zahlen der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex hervorgeht.

Anfang Mai verlegte die griechische Regierung Flüchtlinge aus Lagern auf der Insel Lesbos wegen unhaltbarer hygienischer Zustände auf das griechische Festland

Anfang Mai verlegte die griechische Regierung Flüchtlinge aus Lagern auf der Insel Lesbos wegen unhaltbarer hygienischer Zustände auf das griechische Festland Foto: Manolis Lagoutaris/AFP

Die Zahl der illegalen Grenzübertritte auf den Hauptmigrationsrouten in Europa habe im April einen Tiefststand seit 2009 erreicht, teilte Frontex dieser Tage mit. Im April seien nur mehr rund 900 illegale Migranten gezählt worden, die über die EU-Außengrenzen in die Union gekommen seien, was einen Rückgang von 85 Prozent gegenüber dem Vormonat darstelle. Dies sei der niedrigste Wert, seit die Grenzschutzagentur 2009 mit den Aufzeichnungen begonnen hat, hieß es in der Mitteilung weiter. Frontex bringt diesen starken Rückgang mit den Auswirkungen des Coronavirus in Verbindung, auch wenn die Agentur darauf hinweist, dass es wegen der Pandemie zu Verspätungen bei den Meldungen über illegale Grenzübertritte gekommen sei. Den Zahlen von Frontex zufolge sind in den ersten vier Monaten rund 26.650 illegale Grenzübertritte verzeichnet worden, was in etwa so viele wären wie im vorigen Jahr.

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