Deutschland

Verdächtiger von tödlichem Angriff auf Zugbegleiter zuvor schon auffällig

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter bei Landstuhl in der vergangenen Woche sind weitere Details bekannt geworden.

Kerzen und Blumen am Bahnhof Landstuhl als Gedenkstätte für getöteten Bahnmitarbeiter auf dem Bahnsteig

Kerzen und Blumen erinnern auf dem Bahnsteig am Bahnhof in Landstuhl an den getöteten Bahnmitarbeiter Foto: Boris Roessler/dpa

Der wegen des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter festgenommene mutmaßliche Täter, der in Luxemburg wohnhaft ist, war einem Medienbericht zufolge am selben Tag schon einmal auffällig geworfen. Bundespolizisten hätten den 26-Jährigen am Tag der Tat bereits um 11.50 Uhr in Kaiserslautern aus einem aus Frankreich kommenden TGV geholt, berichtete der Spiegel am Montagabend. Zugbegleiter hätten in dem Vorfall die Behörden alarmiert, weil der Mann im Zug gegen eine Tür getreten habe.

Da die Tür unbeschädigt blieb und der Mann über ein Ticket verfügte, blieb der Vorgang für ihn laut Spiegel jedoch offenbar ohne strafrechtliche Folgen. Der selbe Mann sei dann gegen 17.45 Uhr in einem Regionalexpress in der Nähe von Landstuhl von einem Zugbegleiter kontrolliert worden, der ihn wegen eines nun fehlenden Fahrscheins des Zuges verweisen wollte. Der Schwarzfahrer attackierte den Zugbegleiter mit heftigen Faustschlägen, dieser wurde lebensgefährlich verletzt und starb später.

Bei dem Getöteten handelt es sich laut Bahn um einen alleinerziehenden Vater zweier Kinder, der 36-Jährige starb laut Staatsanwaltschaft an einer Hirnblutung infolge stumpfer Gewalt gegen den Kopf. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

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