Europawahlen
Sorge vor einem Rechtsruck
Nachdem die ersten EU-Staaten in den vergangenen Tagen bereits mit den Wahlen begonnen haben, werden in den meisten Mitgliedstaaten erst am Sonntag die Wahlbüros öffnen. Erste Ergebnisse wird es erst ab 23.00 Uhr geben. Die Begeisterung für die Europawahlen hält sich bei der Wählerschaft in Grenzen, auch wenn versucht wird, die Wahlen und den Wahlkampf attraktiver zu gestalten, etwa mit Spitzenkandidaten. Vielleicht aber könnte die Sorge vor einem angekündigten Rechtsruck die Wähler zu den Urnen treiben.
Nur die wenigsten in der EU dürften von der Debatte zwischen den Spitzenkandidaten im EU-Parlament in Brüssel etwas mitbekommen haben: (v.l.) Ursula von der Leyen (EVP), Nicolas Schmit (S&D) und die Grüne Terry Reintke Foto: Kenzo Tribouillard/AFP
Nicht nur in Luxemburg dürfte der Europawahlkampf unspektakulär verlaufen sein. Denn einen eigentlich europäischen Wahlkampf gibt es nicht, daran hat auch das 2014 eingeführte System der Spitzenkandidaten nichts geändert. So bleibt es dabei, dass nach wie vor 27 nationale Wahlkämpfe zu den Europawahlen geführt werden und die Abstimmungen in den Mitgliedstaaten auch schon mal dazu genutzt werden, die jeweilige Regierung abzustrafen.