Mehr als 1.700 Menschen an Bord
Kreuzfahrtschiff bei Bordeaux nach Todesfall und Krankheitswelle unter Quarantäne
Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1700 Menschen an Bord ist vor Bordeaux unter Quarantäne gestellt worden. Nach dem Tod eines 90-jährigen Passagiers klagten rund 50 weitere Reisende über Magen-Darm-Beschwerden.
Passagiere stehen an Bord des auf den Bahamas registrierten Kreuzfahrtschiffs „Ambition“, nachdem sie am 13. Mai im Hafen von Bordeaux im Südwesten Frankreichs wegen des Ausbruchs einer Magen-Darm-Erkrankung an Bord unter Quarantäne gestellt worden waren Foto: AFP/Christophe Archambault
Nach dem Tod eines 90 Jahre alten Passagiers und Magen-Darm-Beschwerden bei etwa 50 Passagieren ist ein Kreuzfahrtschiff vor Bordeaux unter Quarantäne gestellt worden. Einen Zusammenhang mit dem Hantavirus schlossen die Gesundheitsbehörden am Mittwoch aus. An Bord des Kreuzfahrtschiffes befinden sich mehr als 1.700 Menschen, unter ihnen gut 1.200 überwiegend britische und irische Passagiere.
Das Schiff der Reederei Ambassador Cruise Line war am 6. Mai von den Shetlandinseln ausgelaufen und sollte von Bordeaux aus weiter nach Spanien fahren.
Nach ersten Untersuchungen sind die Erkrankten nicht mit Noroviren infiziert, die sehr ansteckend sind und Durchfall und Erbrechen auslösen. Es würden jedoch noch weitere Untersuchungen gemacht, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Möglicherweise habe es ein Problem mit verdorbenen Lebensmitteln gegeben.
Auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ war es während einer Fahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, bei dem drei Passagiere starben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich.