Wahlen in Deutschland
Prognosen: Linkspartei gewinnt in Berlin, AfD in Mecklenburg-Vorpommern vorne
Die CDU landet in Berlin hinter der Linkspartei, in Mecklenburg-Vorpommern könnte sie den Einzug in den Landtag sogar verpassen. Bundeskanzler Merz drängt indes weiter auf seinen Reformkurs.
Ein Wahllokal in Berlin am 20. September Foto: AFP
Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin liegt die Linke von Spitzenkandidatin Elif Eralp laut Prognosen klar vor der CDU. Den Prognosen für ARD und ZDF zufolge kommt die Linkspartei bei dem Urnengang vom Sonntag auf 24,5 bis 26,0 Prozent, während die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers 20,0 Prozent erreichen. Auch die AfD mit 13,5 bis 16,0 Prozent, die Grünen mit 15,0 bis 15,5 Prozent und die SPD mit 12,0 Prozent ziehen demnach in das Landesparlament ein, während das BSW mit 5,0 Prozent um den Einzug zittern muss.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt derweil die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm laut Prognosen knapp vor der SPD. Den Prognosen für ARD und ZDF zufolge kommt die AfD bei dem Urnengang vom Sonntag auf 37 bis 38 Prozent, während die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig 35,5 bis 36,5 Prozent erreicht. Auch die Linke mit 6,0 bis 7,5 Prozent zieht demnach in den Schweriner Landtag ein – bangen müssen die CDU mit 5,0 bis 5,5 Prozent, die Grünen mit 5,5 Prozent und das BSW mit 4,8 bis 5,0 Prozent, während die FDP mit 1,0 bis 1,2 Prozent ausscheidet.
Trotz der schlechten Ergebnisse der CDU bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sowie der Wahlniederlage vor zwei Wochen in Sachsen-Anhalt will Bundeskanzler Friedrich Merz im Amt bleiben und den eingeschlagenen Reformkurs fortsetzen. „Ich möchte unser Land voranbringen“, sagte der CDU-Vorsitzende in Berlin. „Die Reformen müssen kommen.“