Südostasien

Feuerring in Aufruhr: Warum in Indonesien gleich sechs Vulkane ausbrechen

Ascheregen über Jakarta, beeinträchtigte Flüge, mehr als 340.000 betroffene Reisende: Sechs indonesische Vulkane sind fast zeitgleich ausgebrochen. Fachleute stufen ein solches Zusammentreffen selbst über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg als selten ein. Droht nun eine größere Katastrophe?

Indonesische Rettungskräfte suchen rund um den Mount Anak Krakatau, nach einem vermissten Schnellboot mit acht Personen, darunter fünf Journalisten, die entsandt wurden, um einen Vulkanausbruch zu dokumentieren.

Indonesische Rettungskräfte suchen rund um den Mount Anak Krakatau, nach einem vermissten Schnellboot mit acht Personen, darunter fünf Journalisten, die entsandt wurden, um einen Vulkanausbruch zu dokumentieren. Foto: AFP/Perdiansyah

Cendy Rahmat wuchs in Yogyakarta am Fuß des Gunung Merapi auf, einem der aktivsten Vulkane Indonesiens. 2010 erlebte er dessen größten Ausbruch seit mehr als einem Jahrhundert, bei dem mehr als 300 Menschen starben. Vier Jahre später regnete die Asche des Gunung Kelud in Ostjava auf ihn nieder. Als er 2019 nach Jakarta zog, glaubte er sich in Sicherheit. „Ich dachte, in Jakarta würde ich nicht von einer Vulkan-Katastrophe betroffen sein“, sagte er dem australischen Sender ABC. „Ich war überrascht, dass die Asche uns erreichen konnte.“

Sie kam vom Anak Krakatau, rund 150 Kilometer entfernt, der Anfang September ausbrach. Laut Nasa dauerte die Eruption mehr als 24 Stunden. Die indonesische Wetterbehörde meldete bis zum 6. September Aschehöhen von bis zu 15.000 Metern westlich des Vulkans. Acht Flughäfen wurden geschlossen, mehr als 340.000 Reisende waren betroffen. Die Asche kann Atemwege, Augen und Haut reizen. Für den Vulkan gilt weiterhin Warnstufe III mit einer Drei-Kilometer-Sperrzone.

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