Frankreich

Mann eröffnet bei Paris Feuer auf offener Straße – eine Person getötet

Ein Mann schießt bei Paris offenbar wahllos aus seinem Auto: Ein Mensch stirbt, vier werden verletzt. Nach der Festnahme übernimmt die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft.

Feuerwehrleute rücken am 23. Oktober 2026 in Trappes, einem Vorort von Paris, zu einer Tankstelle aus, wo ein Mann laut Polizeiquellen aus seinem Auto heraus Schüsse abgegeben hat, wobei eine Person getötet und vier weitere verletzt wurden

Feuerwehrleute rücken am 23. Oktober 2026 in Trappes, einem Vorort von Paris, zu einer Tankstelle aus, wo ein Mann laut Polizeiquellen aus seinem Auto heraus Schüsse abgegeben hat, wobei eine Person getötet und vier weitere verletzt wurden Foto: Dimitar Dilkoff/AFP

Ein Mann hat in einer Stadt bei Paris einen Menschen auf offener Straße getötet. Vier weitere Menschen wurden verletzt, wie am Freitag aus Polizeikreisen verlautete. Der Schütze wurde von der Polizei festgenommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden kann sich die Opferzahl noch ändern. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte mit, sie übernehme den Fall.

Den Angaben zufolge eröffnete der Mann am Vormittag in Trappes westlich von Paris und im nahegelegenen La Verrière das Feuer. Er sei kurz danach im ebenfalls in der Nähe liegenden Coignières festgenommen worden, hieß es aus Polizeikreisen.

Täter wollte „Blutbad“ anrichten

Nach Angaben des Bürgermeisters von Trappes, Ali Rabeh, schoss ein Mensch aus seinem Fahrzeug heraus. Dem Sender BFMTV sagte Rabeh, der Mann habe offensichtlich wahllos geschossen und ein „Blutbad“ anrichten wollen. Die Stadt wollte eine psychologische Betreuungsstelle einrichten.

Premierminister Sébastien Lecornu bezeichnete den Fall als sehr ernst. Alle Ressourcen der Sicherheitskräfte und der Justiz seien in vollem Umfang mobilisiert, erklärte er im Onlinedienst X.

Der Vorfall ereignete sich zu einer Zeit, in der die Stimmung in Frankreich äußerst angespannt ist. Am Wochenende war es am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu massiven Ausschreitungen gekommen. Tausende Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen und Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion darauf wurden in mehreren Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt.

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