Iran-Krieg

London kündigt internationales Treffen zur Sicherung der Straße von Hormus an

Großbritannien plant ein internationales Treffen mit 35 Ländern zur Sicherung der Straße von Hormus. Ziel ist die Wiederherstellung der Freiheit der Schifffahrt und Stabilisierung der Ölversorgung angesichts der Blockade durch den Iran im aktuellen Iran-Krieg.

Öltanker und Frachtschiffe in der Straße von Hormus warten in einer langen Schiffsparade auf Durchfahrt

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf Foto: Altaf Qadri/AP/dpa

Die britische Regierung hat ein internationales Treffen zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt. Großbritannien habe 35 Länder hinter seiner Initiative „zur maritimen Sicherheit“ in der Golfregion vereint, sagte der britische Regierungschef Keir Starmer am Mittwoch in London. Außenministerin Yvette Cooper werde im Laufe dieser Woche erstmals Vertreter dieser Länder zu Beratungen empfangen.

Das Treffen diene dazu, alle „diplomatischen und politischen Maßnahmen zu prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen“, sagte Starmer.

Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und die Niederlande hatten sich Mitte März bereit erklärt, mit „geeigneten Maßnahmen“ eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge zu gewährleisten. Später schlossen sich rund 30 weitere Staaten an – darunter die seit Wochen vom Iran attackierten Golfstaaten Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Druck auf die Nato-Verbündeten ausgeübt, die USA militärisch in dem Seegebiet zu unterstützen.

Normalerweise wird etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases durch die Straße von Hormus transportiert. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge aber weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Blockade durch die iranischen Revolutionsgarden hat zu einem dramatischen Anstieg der Erdölpreise geführt.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

„Médecins sans frontières“ schlägt Alarm

Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe ist in Darfur allgegenwärtig