Interview mit Historiker Régis Moes
Leopold II., sein brutaler Kolonialismus im Kongofreistaat und die Luxemburger
Mit der von den USA ausgehenden Protestwelle gegen Rassismus geraten zusehends Monumente mit Bezug zum Sklavenhandel in den Fokus. Auch in Belgien wurden Statuen von Leopold II. beschädigt. Der Luxemburger Historiker Régis Moes hat zur Schreckensherrschaft des belgischen Königs im Kongo geforscht, hier vor allem die Luxemburger Verwicklungen ausgeleuchtet und sie in seinem Buch „Cette colonie qui nous appartient un peu – La communauté luxembourgeoise au Congo belge 1883-1960“ verarbeitet.
Die Proteste haben nicht nur in Brüssel Spuren auf den Denkmälern von Leopold II. hinterlassen; allerdings tragen diese Spuren dazu bei, den Blick in die dunkle Vergangenheit wieder freizulegen. Foto: AFP/Kenzo Tribouillard