TROTZ waffenruhe
Iran meldet Explosionen am Persischen Golf
Trotz Waffenruhe meldet der Iran Explosionen an einer Raffinerie. Die Ursache ist noch unbekannt.
Start von Raketen- und Drohneneinheiten während einer militärischen Übung der Islamischen Revolutionsgarden im Persischen Golf und in der Straße von Hormus Foto: Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa
Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.
Die Ölraffinerie auf Lawan sei Ziel eines „feindlichen, hinterhältigen Angriffs“ geworden, berichtete die Agentur unter Berufung auf die nationale Ölgesellschaft. Die Feuerwehr sei im Einsatz, die Brände unter Kontrolle zu bringen und die Anlagen zu sichern. Todesopfer gab es demnach nicht.
Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani sagte am Nachmittag, Israels Armee habe keine Beteiligung daran.
Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter berichtete. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer „Reue bringenden Antwort“ reagieren, hieß es in dem Bericht.
Passage durch Hormus bleibt eingeschränkt
Auch die Durchfahrt durch die Straße von Hormus bleibt trotz der Waffenruhe streng reglementiert. Der Iran hält weiterhin an einer Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus fest. Der staatliche Sender Irib verwies auf X auf eine Erklärung von Außenminister Abbas Araghtschi.
Demnach unterliegt der Schiffsverkehr nach wie vor „technischen Beschränkungen und der Abstimmung mit den iranischen Streitkräften“. Schiffe dürfen erst nach Erhalt einer offiziellen Genehmigung zwischen zwei iranischen Inseln hindurchfahren und iranische Hoheitsgewässer durchqueren.
Die US-Zeitung „Wall Street Journal“ zitierte ein Besatzungsmitglied eines Schiffes. Demnach sei per Funk mitgeteilt worden, dass eine Genehmigung der Sepah-Marine für eine Passage eingeholt werden müsse. „Jedes Schiff, das versucht, ohne Genehmigung durchzufahren, wird zerstört.“ Die Sepah-Marine ist der maritime Arm der Iranischen Revolutionsgarden.
US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, Bedingung für die „beidseitige Waffenruhe“ sei die „vollständige, unverzügliche und sichere“ Öffnung der Straße von Hormus. Iran kündigte an, den Schiffsverkehr unter Einschränkungen zu ermöglichen
Nach Angaben des Schiffsverfolgungsdienstes MarineTraffic nimmt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder Fahrt auf. Es seien erste Anzeichen für Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beobachten.