Genehmigungen und Mautgebühren

Iran gibt Einrichtung von Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus bekannt

Der Iran will die Schifffahrt in der Straße von Hormus künftig stärker kontrollieren. Eine neue Behörde soll Genehmigungen prüfen und Mautgebühren erheben.

Schiffe passieren vor dem Iran-Krieg kostenlos die strategisch wichtige Straße von Hormus am Persischen Golf

Vor dem Iran-Krieg konnten Schiffe die Straße von Hormus kostenfrei passieren Foto: kyodo/dpa

Der Iran hat offiziell bestätigt, dass er eine eigene Behörde zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus gegründet hat. Die „Behörde für die Straße des Persischen Golfs“ (PGSA) verfüge über einen offiziellen Account, über den sie „Echtzeit-Updates zu den Operationen“ in der Meerenge bereitstellen werde, erklärten der Nationale Sicherheitsrat und die Marine der iranischen Revolutionsgarden am Montag. Details wurden nicht genannt.

Das Fachblatt „Lloyd’s List“ hatte Anfang Mai berichtet, die Behörde werde dafür zuständig sein, Durchfahrtsgenehmigungen zu erteilten und Mautgebühren zu erheben. Schiffe, welche die Straße von Hormus befahren wollen, müssten „detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute“ machen. Zuvor hatte bereits der iranische Fernsehsender Press TV über die geplante Behörde berichtet.

Israel und die USA hatten Ende Februar mit Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Teheran sperrte daraufhin de facto die für den Transport von Rohöl und Flüssiggas wichtige Meerenge, was weltweit zu stark steigenden Energiepreisen führte.

Vor dem Iran-Krieg konnten Schiffe die Meerenge kostenfrei passieren. Dies wird nach Angaben Teherans nicht so bleiben. Im April gab Iran an, erste Mautgebühren für das Befahren der Straße von Hormus erhalten zu haben.

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 18.05.202616:51 Uhr

Leider werden wir so gezwungen, einzugreifen, um den Iran in seine Grenzen zu verweisen....

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