Oslo

Friedensnobelpreis geht an Juristin Navi Pillay

Das Nobel-Institut vergibt die Auszeichnung an die südafrikanische Menschenrechtlerin Navi Pillay. US‑Präsident Donald Trump geht leer aus.

Navi Pillay bekommt die begehrte Medaille für ihren Einsatz bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen

Navi Pillay bekommt die begehrte Medaille für ihren Einsatz bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen Foto: Martial Trezzini/dpa

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an Navanethem „Navi“ Pillay. Die südafrikanische Juristin erhält die Auszeichnung für ihren Einsatz bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen. Das verkündete das norwegische Nobel-Institut am Freitag in Oslo.

Pillay werde „für ihre Bemühungen um die Förderung des Friedens und des Völkerrechts geehrt“, sagte der Vorsitzende des Nobelkomitees, Jørgen Watne Frydnes. „Die diesjährige Preisträgerin hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden.“

Pillay war Richterin am Obersten Gerichtshof Südafrikas, am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda und am Internationalen Strafgerichtshof. Sie amtierte als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte und leitete die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der UN zu den besetzten palästinensischen Gebieten.

Der Friedensnobelpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der Welt. 2.087 Einzelpersonen – darunter wohl US-Präsident Donald Trump – und 79 Organisationen waren für den Friedensnobelpreis nominiert. 2025 hatte ihn die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado bekommen. Im Nachhinein gilt die Vergabe aber als umstritten: Machado widmete ihre Auszeichnung DonaldTrump und schenkte ihm symbolisch auch ihre Nobelmedaille.

Nobelpreise 2026

Nobelpreis für Medizin: Karl Deisseroth (USA), Peter Hegemann (Deutschland) und Georg Nagel (Deutschland)

Nobelpreis für Physik: Francis Halzen (Belgien, USA)

Nobelpreis für Chemie: Henri Kagan (Frankreich), Kenso Soai (Japan)

Literaturnobelpreis: Anne Carson (Kanada)

Die Auszeichnungen sind in diesem Jahr mit zwölf Millionen schwedischen Kronen – etwa einer Million Euro – pro Kategorie dotiert. Die Übergabe der Nobelpreise findet traditionell am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, statt.

2 Kommentare
Grober J-P. 09.10.202612:00 Uhr

Wer hat den Donald denn nominiert?

Luxmann 09.10.202611:34 Uhr

Trump kann den preis ja kein 2.mal erhalten,da die preistraegerin von 2025 ihm die medaille geschenkt hat.

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