Stockholm
Nobelpreis für Physik geht an belgisch-amerikanischen Forscher
Der Astrophysiker Francis Halzen wird mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Er entwickelte das IceCube-Neutrinoobservatorium am Südpol.
In der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften wurde am Dienstag der Physik-Nobelpreisträger 2026 verkündet Foto: Steffen Trumpf/dpa
Der Nobelpreis für Physik geht an den Wissenschaftler Francis Halzen. Der Forscher, der die belgische und die US‑amerikanische Staatsangehörigkeit besitzt, bekommt die Auszeichnung für seine Forschung auf dem Gebiet der Astrophysik, wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mitteilte.
Halzen war federführend an der Entwicklung des IceCube-Neutrinoobservatoriums am Südpol beteiligt, welches seit 2010 in Betrieb ist.
Im vergangenen Jahr waren der Brite John Clarke, der Franzose Michel H. Devoret und der US-Amerikaner John M. Martins für ihre Arbeit im Bereich der Quantenmechanik mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet worden.
Nobelpreis für Medizin geht an Forschertrio
Bereits am Montag hatte das Nobelkomitee in Stockholm den Nobelpreis für Medizin 2026 vergeben. Der US‑Amerikaner Karl Deisseroth sowie die Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel erhielten die Auszeichnung für ihre Forschung auf dem Gebiet der Optogenetik.
Die Nobelpreise, die nach ihrem Stifter Alfred Nobel (1833-1896) benannt sind, wurden erstmals 1901 vergeben. Die Auszeichnungen sind in diesem Jahr mit zwölf Millionen schwedischen Kronen – etwa einer Million Euro – pro Kategorie dotiert.