Analyse

Europawahlen in Luxemburg: Wie es war, wie es kommen könnte

In Luxemburg dürfte es bei den Europawahlen am Sonntag zu einer leichten Sitzverschiebung zwischen den Parteien kommen. Zu welchen, das liegt in der Hand der Wähler.

Eine der sehr wenigen Diskussionsrunden zu den Europawahlen in Luxemburg wurde Mitte Mai vom Tageblatt auf dem Traditionsschiff Marie-Astrid an der Mosel organisiert

Eine der sehr wenigen Diskussionsrunden zu den Europawahlen in Luxemburg wurde Mitte Mai vom Tageblatt auf dem Traditionsschiff Marie-Astrid an der Mosel organisiert Foto: Editpress/Julien Garroy

Die Europawahlen endeten 2019 in Luxemburg vor allem mit schweren Verlusten für die CSV. Um ganze 16,55 Prozentpunkte waren die Christlich-Sozialen am Ende des Wahltages abgestürzt. Derart große Verluste musste, zumindest bei den Europawahlen, zuvor noch keine Partei in Luxemburg einstecken. Damit verlor die CSV ihren dritten Sitz, den sie bei den Wahlen 2004 erst wieder hinzugewonnen hatte. Ins Parlament gewählt waren Christophe Hansen und Isabel Wiseler-Lima. Hansen übergab jedoch im vergangenen Jahr sein Abgeordnetenmandat in Straßburg an die Drittgewählte auf der CSV-Liste, Martine Kemp, da er seine politische Karriere in der Nationalpolitik weiterführen wollte und daher bei den Chamberwahlen im Oktober antrat. Nach den Wahlen bot Luc Frieden als angehender Premierminister dem Nord-Deputierten den Posten des künftigen luxemburgischen EU-Kommissars an. Sodass sich Christophe Hansen, nach einem kurzen Zwischenspiel auf Krautmarkt, wieder auf eine europäische Karriere fokussiert. Nun tritt er wieder mit den beiden EU-Parlamentarierinnen Isabel Wiseler-Lima und Martine Kemp auf der CSV-Liste an.

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