Iran-Krieg
Erster nicht-iranischer Tanker seit Waffenruhe passiert offenbar Straße von Hormus
Nach der Waffenruhe im Iran-Krieg passierte erstmals ein nicht-iranischer Tanker die Meerenge, während weitere Schiffe Kurs darauf nahmen.
Ein erster nicht-iranischer Tanker seit der Feuerpause hat offenbar die Hormus-Straße passiert Symbolfoto: Altaf Qadri/AP/dpa
Erstmals nach der Waffenruhe-Einigung im Iran-Krieg hat am Donnerstag offenbar ein nicht-iranischer Tanker die Straße von Hormus passiert. Laut Daten der Plattform Marine Traffic handelte es sich um den unter gabunischer Flagge fahrenden Öltanker „MSG“. Das Schiff war den Angaben zufolge mit rund 7000 Tonnen Heizöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Richtung Indien unterwegs.
Seit dem Verkünden der Feuerpause in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) waren nur wenige Schiffe durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gefahren, darunter zwei Tanker unter iranischer Flagge, wie das Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler mitteilte. Ein Dutzend weiterer Schiffe nahm am Donnerstag offenbar Kurs auf die Straße von Hormus.
In Friedenszeiten werden in der Meerenge nach Angaben des Brancheninformationsdienstes Lloyd’s List etwa 120 Durchfahrten pro Tag gezählt. Damit wird normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte durch die Straße von Hormus abgewickelt.
Die USA und der Iran hatten sich nach mehr als fünf Wochen Krieg auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die Führung in Teheran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus wieder zu öffnen - betonte jedoch, die Meerenge weiter kontrollieren und möglicherweise Maut für die Passage kassieren zu wollen.