Sondergipfel zum Grönland-Streit
EU-Staaten beschwören ihre Einigkeit – und Stärke
Am Donnerstagabend kamen die EU-Staats- und Regierungschefs zu einem Sondergipfel zum Streit mit den USA über Grönland zusammen, dessen Dringlichkeit rund 24 Stunden zuvor wesentlich entschärft worden war.
Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen zeigte sich dankbar für die Unterstützung, die ihr Land von den EU-Mitgliedstaaten in den vergangenen Tagen erhalten hat Foto: Gaetan Claessens/European Union
Etwas mehr als 24 Stunden vor ihrem Sondergipfel war die Welt der 27 EU-Staats- und Regierungschefs noch eine ganz andere. Ein Handelskrieg mit den USA kündigte sich an, schlimmer noch, der von US-Präsident Donald Trump herbeigeführte Konflikt um Grönland drohte sich zu einer militärischen Konfrontation zwischen einem EU-Mitglied und den USA auszuweiten. Als Trump selbst am Vortag während seiner Rede beim Weltwirtschaftsgipfel die Anwendung von Gewalt ausgeschlossen hatte und Stunden später sich die Nachricht verbreitete, dass NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine prinzipielle Lösung mit Trump zu den Sicherheitsfragen in der Arktis gefunden habe, dürfte doch ein Aufatmen durch Europa gegangen sein.