Coronakrise
Die Iren erinnern sich an eine Spende vor 173 Jahren – und helfen jetzt den US-Ureinwohnern
Vor 173 Jahren sammelte das bitterarme Choctaw-Volk 170 Dollar ein und schickte sie nach Irland. Dort sollten sie die Folgen der katastrophalen Hungersnot lindern. Nun leiden die Ureinwohner in den US-Reservaten überdurchschnittlich stark unter der Corona-Krise. Viele Iren erinnern sich zurück – und helfen jetzt ihrerseits. Was die Initiatorinnen zu Tränen rührt.
Sonnenaufgang über Monument Valley: Die amerikanischen Ureinwohner im größten Reservat Navajo Nation leiden überdurchschnittlich stark unter dem neuen Coronavirus Foto: AFP/Eric Baradat
Die USA sind von der Corona-Krise heftig getroffen. Die Augen der Welt richten sich vor allem auf New York. Die Millionenmetropole leidet schwer, hat von allen amerikanischen Städten die bislang meisten Opfer zu beklagen. Viel weniger Aufmerksamkeit bekommen die Leiden der Indigenen im Südwesten der Vereinigten Staaten.