EM-Checkpoints

Deutsche Politiker fordern: Grenzkontrollen um ein Jahr verlängern

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen nerven Luxemburger und Grenzgänger. Eigentlich sollten die Posten nur für die Dauer der Fußball-EM aufgebaut bleiben. Jetzt fordern deutsche Politiker, dass die Kontrollen verlängert werden sollen. 

Der Checkpoint auf der A64 bei Trier Mitte Juni. Inzwischen wurde der Posten ein paar Kilometer hinter die Anschlussstelle Trier verlegt, in dem Bereich bilden sich aber weiterhin Staus. 

Der Checkpoint auf der A64 bei Trier Mitte Juni. Inzwischen wurde der Posten ein paar Kilometer hinter die Anschlussstelle Trier verlegt, in dem Bereich bilden sich aber weiterhin Staus.  Archivfoto: Harald Tittel/dpa

Deutschland kontrolliert seit EM-Start seine Binnengrenzen. Zum Frust der vielen Pendler auch die nach Luxemburg. Die Kontrollen waren eigentlich für den Zeitraum während der EM angesetzt – vom 7. Juni bis zum 19. Juli. Die offizielle Begründung sind „die hohen Sicherheitsvorkehrungen für die Fußball-EM in Deutschland“, wie das deutsche Innenministerium erklärt hatte. Vor allem „Gewalttäter Sport“ – also Hooligans – und „politisch-motivierte Kriminelle“ sollen an der Einreise gehindert werden. Die 22.000 Bundespolizisten, die an Grenzübergängen, Bahnhöfen und Flughäfen kontrollieren, ahnden aber auch andere Verstöße und Vergehen. Alleine bis zum 27. Juni wurden so 603 offene Haftbefehle vollstreckt und 150 Schleuser vorläufig festgenommen. Zudem wurden 4.659 „unerlaubte Einreisen“ festgestellt. 

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