Europaparlament

Corona im Skiparadies: Charles Goerens will Untersuchungskommission zu Ischgl

Das Skiparadies Ischgl gilt als eine der Coronavirus-Drehscheiben Europas, als eines von ein paar dieser sogenannten Superspreader-Ereignisse, die für Infektionen in mehreren Staaten verantwortlich waren – und das trotz frühzeitiger Warnungen. Charles Goerens will im Europaparlament nun eine Untersuchungskommission in die Wege leiten. Dann müssten Verantwortliche aus Österreich in Brüssel Stellung beziehen.   

„Von Ischgl aus wurde viel Leid in mindestens ein halbes Dutzend Länder Europas gebracht“: Charles Goerens will die Verantwortlichen nach Brüssel zitieren

„Von Ischgl aus wurde viel Leid in mindestens ein halbes Dutzend Länder Europas gebracht“: Charles Goerens will die Verantwortlichen nach Brüssel zitieren Foto: Editpress

Für Charles Goerens ist es „offensichtlich“, dass verspätete Reaktionen der Behörden im österreichischen Wintersportort Ischgl „stark zur Ausbreitung des Coronavirus beigetragen haben – auch in Luxemburg“. Aus diesem Grund setzt sich der Luxemburger Europaabgeordnete aus der liberalen ALDE-Fraktion dafür ein, dass sich eine Untersuchungskommission im Europaparlament dieser Versäumnisse annimmt. „Die Beweislage ist so klar“, sagt Goerens auf Tageblatt-Nachfrage, „dass Ischgl ein Monument der Schlamperei ist und von dort aus viel Leid in mindestens ein halbes Dutzend Länder Europas gebracht wurde“.

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