Laut Frontex
60 Prozent weniger irreguläre Migranten im Januar
Wohl hauptsächlich bedingt durch das Winterwetter ist die Gesamtzahl der irregulären Einreisen in die Europäische Union im Januar um 60 Prozent zurückgegangen, erklärt die europäische Grenzschutzagentur Frontex in einem jüngst veröffentlichten Bericht.
Das Rettungsschiff „Ocean Viking“ bringt diese Männer aus Bangladesch, die zuvor auf dem Mittelmeer gerettet wurden, nach Italien Foto: AFP/Sameer Al-Doumy
Winterstürme und die raue See hätten wohl dazu beigetragen, dass seit Beginn des Jahres weitaus weniger Ankünfte irregulärer Migranten auf den Hauptflüchtlingsrouten nach Europa registriert worden seien, heißt es im Frontex-Bericht. Ersten Zahlen vom Januar zufolge seien an den EU-Außengrenzen rund 5.500 irreguläre Grenzübertritte festgestellt worden und demnach rund 60 Prozent weniger als noch im Januar 2025.
Doch weder die klimatischen Bedingungen noch das durch Wind und niedrige Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt gestiegene Risiko für Leib und Leben hielt die Menschenschmuggler davon ab, ihre Überfahrten durchzuführen. Das Resultat: Mehr als 450 Menschen haben laut der Internationalen Migrationsorganisation (IOM) dabei im Mittelmeer ihr Leben verloren. Damit habe sich die Zahl der Toten auf den Mittelmeerrouten im Vergleich zum Januar 2025 mehr als verdreifacht, so Frontex. Ob auch Menschen auf ihrem Weg über den Ärmelkanal ums Leben kamen macht die Grenzschutzagentur keine Angaben.