Festnahme in Porto

40 Frauen zur Prostitution gezwungen: Verdächtige soll Prostitutionsring in Luxemburg geleitet haben

Eine 43-jährige Russin ist in Porto festgenommen worden. Sie soll über Jahre ein Prostitutionsnetzwerk in Luxemburg betrieben und mehr als 40 Frauen rekrutiert haben.

Frau in Porto verhaftet wegen Zwangsprostitution von Frauen in Luxemburg, Polizeiaktion gegen Menschenhandel

Eine Frau ist in Porto verhaftet worden, weil sie Frauen in Luxemburg zur Prostitution gezwungen haben soll Symbolfoto: Dirk Waem/Belga via AFP

Eine 43-jährige Frau ist in der vergangenen Woche in Porto von der Kriminalpolizei festgenommen worden, weil sie ein Prostitutionsnetzwerk in Luxemburg geleitet haben soll. Wie Contacto am Dienstag berichtete, steht die russische Staatsangehörige im Verdacht, zwischen 2020 und 2025 mehr als 40 Frauen über das Internet rekrutiert zu haben – die meisten von ihnen ukrainische Staatsbürgerinnen.

Die mutmaßliche Täterin wurde laut Contacto im Rahmen eines von den Luxemburger Justizbehörden ausgestellten europäischen Haftbefehls festgenommen. Ihr würden unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Menschenhandel und Geldwäsche vorgeworfen.

Die Verdächtige soll Frauen zur Erbringung sexueller Dienstleistungen in Wohnungen und Hotelzimmern gezwungen haben. Pro Dienstleistung seien zwischen 400 und 600 Euro verlangt worden, wovon sie jeweils die Hälfte behalten haben soll.

Mehr als eine halbe Million Euro Gewinn soll sie auf diese Weise erzielt haben. Nun wird sie wird dem Berufungsgericht in Porto vorgeführt. Dieses entscheidet über Sicherungsmaßnahmen, während das Auslieferungsverfahren läuft. (les)

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