Kommentar
Der US-Präsident baut seiner Niederlage vor: Es ist zum Fürchten
Donald Trump stellt schon jetzt die Kongresswahl infrage. Mit unbelegten Manipulationsvorwürfen schürt er Misstrauen und lenkt zugleich von den Folgen seines Iran-Kriegs ab.
Trump, der zurzeit schlecht in den Umfragen abschneidet, bereitet den Boden für die nächste Attacke auf das demokratische System der USA foto: AFP/Mandel Ngan
Donald Trump tut, was Donald Trump immer tut: Er sät Zweifel an Wahlen, für die er keine Belege liefert. In seiner Fernsehansprache stellte der US-Präsident erneut seine Niederlage von 2020 infrage und warnte vor angeblicher ausländischer Einflussnahme auf frühere Urnengänge. Das Weiße Haus flankierte die Inszenierung mit einer Internetseite voller Dokumente, die Bedenken zur Wahlsicherheit nähren sollen. Einen Nachweis für manipulierte Stimmen oder veränderte Ergebnisse blieb Trump erneut schuldig.