Analyse
Irans Hardliner setzen auf volle Konfrontation mit Trump – und wollen die nächste Meerenge sperren
Die Revolutionsgarden sind mächtig wie nie. Sie drohen mit der Blockade von Bab al-Mandab, einer weiteren wichtigen Meerenge für den Welthandel.
In Teheran zeigt ein riesiges Bild den in einem Sarg liegenden US-Präsidenten: „Wir werden Trump töten“, steht in persischer und englischer Sprache darunter Foto: AFP
Auf einem Propagandaplakat mitten in Teheran ist Donald Trump bereits ein toter Mann. Über dem Platz der Islamischen Revolution prangt ein riesiges Bild, das den in einem Sarg liegenden US-Präsidenten mit geschlossenen Augen zeigt. „Wir werden Trump töten“, steht in persischer und englischer Sprache darunter.
Spätestens seit der mehrtägigen Trauer-Zeremonie für den getöteten Obersten Führer Ali Chamenei Anfang Juli hat sich die Rhetorik des iranischen Regimes drastisch verschärft. Chameneis Sohn Modschtaba, der seinem Vater in der Spitzenposition nachfolgte, kündigte in einer im Staatsfernsehen verlesenen Botschaft „Rache“ an. „Diese Vergeltung ist der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden“, erklärte Chamenei.