Lëtzebuerg lieft Sport / Teil 5

Integration beim Boxklub Esch: „Hauptsache, man hat Bock aufs Training“

Von Anwälten über Schüler und Journalisten bis hin zu Polizisten: Der Boxklub Esch ist in den letzten Jahren zu einer multikulturellen Anlaufstation für die Fans der edlen Sportart geworden. Wie Präsident Boris Molitor Diversität und Integration sieht, erzählt er im Gespräch.

Boris Molitor

Boris Molitor Foto: Editpress/Julien Garroy

Seit 2016 wird in Esch wieder geboxt. „Und es war von Anfang an eine Selbstverständlichkeit, dass jeder Zugang zu unserer Halle haben sollte“, sagt Präsident Boris Molitor. Konkretes Beispiel: Für Leandro Afonso Pinto, den jungen, rollstuhlfahrenden Rapper, wurde ein Fahrstuhl hinauf in die oberste Etage der Brillschule organisiert. Dass in Zukunft eine Art Handi-Boxen angeboten werden kann, ist eine weitere Idee des Vereins. Die Nachfrage besteht jedenfalls. 

Offen für alle Menschen sein ist ein Motto, das der Boxverein aber auch anders lebt und vermittelt: „Wir haben ein Regenbogen-Banner mit unserem Vereinslogo anfertigen lassen. Die Bedeutung ist eindeutig. Wir haben uns in dieser Hinsicht bereits klar positioniert, als wir an der LuxPride teilgenommen haben.“ Für Molitor hat Sport neben den gesundheitlichen Vorteilen nämlich eine ganz besondere Wirkung – die integrative.

Den Vereinspräsidenten und Trainer interessieren die Nationalitäten seiner Mitglieder nicht, wie er ganz klar zu verstehen gibt. Boxen ist in Luxemburg überall zu einer multinationalen und diversen Sportart herangewachsen. „Es gibt keine Stelle, an der man jetzt nur eine einzelne Ethnie antreffen würde. Die Leute kommen aus unterschiedlichen Ecken, mit verschiedenen Hintergründen. Sport sollte für alle sein. Das einzig Wichtige ist, dass die Leute Bock auf das Training haben.“

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

125 Jahre und kein bisschen alt

Der Turnverein Réveil Bettemburg hat ein besonderes Erfolgsrezept

Volleyball

Alles offen im Finale: Gym zeigt Moral, Mamer bleibt gefährlich

;