Handball

FLH leitet zweites Referendum in die Wege – Entscheidung über den Meisterschaftsmodus vertagt

Der Handballverband sah sich gezwungen, ein zweites Referendum über den Meisterschaftsmodus für die kommende Saison abzuhalten. Bis Freitag haben die Vereine nun Zeit, der FLH zu antworten. 

Bis Freitag müssen die Vereine ein zweites Mal abgestimmt haben

Bis Freitag müssen die Vereine ein zweites Mal abgestimmt haben Foto: Gerry Schmit

Nach einer Pattsituation in der Frage über den Meisterschaftsmodus beim ersten Referendum, lässt die FLH ein zweites Mal abstimmen, diesmal jedoch nur über den Meisterschaftsmodus. Im ersten Referendum waren alle Vereine der Meinung, dass die Abschlusstabelle der Meisterschaft vor dem Beginn des Play-offs zählen sollte, während es bei der Abstimmung, ob acht oder zehn Mannschaften nächstes Jahr in der AXA League der Herren vertreten sein sollen, zu einer Stimmengleichheit und somit zu einem weiteren Referendum kommen sollte. Sollte es auch beim zweiten Referendum Stimmengleichheit geben, müsste der Verband seine Verantwortung übernehmen und eine Entscheidung fällen. Spätestens am Freitag, den 24. April sollten die Antworten der Vereine bei der FLH eingegangen sein. 

Da die Spiele in der Titelgruppe sowie in der Aufstiegsgruppe nicht gewertet werden, wäre der allererste Vorschlag der FLH eigentlich die logische Konsequenz gewesen. Dieser sah vor, in der Saison 2019/20 keinen Meistertitel zu vergeben und die kommende Saison mit derselben Besetzung wie im Vorjahr in den Ligen zu beginnen. Dieser Vorschlag wurde jedoch nach der Videokonferenz vom 8. April von den Vereinen umgeändert. Man wurde sich einig, dass die beiden derzeitigen Spitzenreiter Esch (Herren) und Käerjeng (Damen) zu Meisterehren kämen. Über die Abschlusstabelle und den Meisterschaftsmodus sollte dann das Referendum entscheiden. Mit dem nun bekannten Ergebnis.

Es gibt Wichtigeres

Warum die FLH nun ein zweites Referendum abhalten will, wollten wir von FLH-Generalsekretär Christian Schmit wissen. „Zum Ersten ist die Fragestellung diesmal eine andere. Die Vereine brauchen nur mit Ja oder Nein zu antworten, ob sie mit zehn Vereinen in der AXA League einverstanden sind. Mit diesem zweiten Referendum wollten wir jegliche Beanstandung seitens der Vereine vermeiden. Wir befolgen somit den juristischen Rat von Me Marc Theisen, der im Rahmen der Corona-Krise eine dementsprechende Empfehlung an die Verbände gemacht hat“, so Christian Schmit.

Die Covid-19-Krise wird die Welt verändern und macht vor dem kleinen Luxemburger Handballverband nicht halt. Und dass im Rahmen dieser Krise sowohl im medizinischen als auch im wirtschaftlichen Bereich Entscheidungen fallen, die den einen gefallen und den anderen wehtun, ist wohl nicht zu vermeiden. Dies wird auch im Sport nicht anders sein und wie in allen Bereichen wird eine gewisse Solidarität gefragt sein, um diese doch wohl einmalige Situation zu bewältigen. Und egal wie die Entscheidung ausfällt, es wird immer Unzufriedene geben. Doch sollte sich jeder bewusst sein, dass es Wichtigeres gibt als einen Meistertitel oder Auf- und Abstieg. Wann die Meisterschaft beginnen kann, wann die Vereine wieder auf die Unterstützung ihrer Fans zählen können, wann wieder Normalität eintritt, ist noch nicht klar und könnte noch andauern. Doch egal, wie lange es dauert, das Wichtigste wäre doch, wenn alle, Spieler, Fans und Verantwortliche, gesund aus dieser Krise herauskämen und ihrem Lieblingssport ganz normal nachgehen könnten. Egal in welcher Liga.

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